Führungsbunker Dennheritz

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OldMan

Guest
#1
Hallo,

ich interessiere mich seit Jahren für die Bunkeranlage im Wald zwischen Dennheritz und Mosel, doch leider bin ich über Informationen außer auf diesen Link hier nirgends an Informationen bisher rangekommen. Durch die starke Bewachung durch Sicherheitsdienste ist ein Betreten des Geländes unmöglich. Die Technologieträger gehen meist nachts auf die Reise, um gleich auf die naheliegende BAB A4 zu entschwinden. Am Tage sieht man dann nur die Dauertestfahrzeuge (Audi R8 u.ä.). Im Bild ist das betreffende Gelände etwas gelblich markiert.

Den Bau der Bunkeranlage in den 70´er kann ich bestätigen, da damals fast vor unserer Haustüre ein Telefonkabel mit Militärtauchern in die Pleiße eingegraben worden ist. Das liegt noch immer da. Man erzählte uns, das wäre die Telefonleitung für die neu gebaute Milchviehanlage bei Lauterbach, jedoch schon komisch, wenn Militärtaucher mit Top-Ausrüstung das Kabel verbuddeln. ;)
Wahrscheinlich ist es das Verbindungskabel zu der im Link beschriebenen Sendestelle bei Leubnitz, denn die Himmelsrichtung dahin stimmt.

Für Infos bin ich sehr dankbar.

Gruss OldMan
 

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#2
OldMan hat geschrieben:
doch leider bin ich über Informationen außer auf diesen Link hier nirgends an Informationen bisher rangekommen.
Die Bilder sind von mir :)
Didi71, Du mußt nur richtig suchen :pemue und Dich vorher anmelden: Bunkernetzwerk und nochmal und nochmal.

Mir ist der Verlauf der beiden Kabel zu den abgesetzten Sendestellen größtenteils metergenau bekannt, wir haben mit selbergebauten Kabelsuchgeräten gesucht und den verlauf verfolgt.
OldMan hat geschrieben:
Den Bau der Bunkeranlage in den 70´er kann ich bestätigen, da damals fast vor unserer Haustüre ein Telefonkabel mit Militärtauchern in die Pleiße eingegraben worden ist. Das liegt noch immer da.
Ja, das tut es. Es ist in der Pleiße aber seit dem Hochwasser 1995 zerissen. Weiterhin weiß ich mindestens 3 weitere Stellen, an denen die Kabel durch Baumaßnahmen defekt sind. Ich habe übrigens ein Stück davon, es waren 50 Doppeladern papierisoliert, Bleimantel und Stahlumwickelung.
Wenn Du's sehen willst, komme Mittwochs abends mal in die "Straße der Jugend", dort wo der Antennenmast steht :gruebel
OldMan hat geschrieben:
Man erzählte uns, das wäre die Telefonleitung für die neu gebaute Milchviehanlage bei Lauterbach, jedoch schon komisch, wenn Militärtaucher mit Top-Ausrüstung das Kabel verbuddeln.
Das kann sich durchaus um ein Mißverständnis handeln. Neben der Pleißequerung des Nachrichtenkabels befindet sich noch eine Kabelbrücke , die das Hochspannungskabel für die Milchviehanlage Lauterbach enthält. Dem Zustand der Fundamente nach ist diese sicher zur etwa selben Zeit gebaut worden. Innerhalb der Stadt (also in Deiner Nähe) wurden die Erdarbeiten durch Spatensoldaten ausgeführt, außerhalb (auf dem Feld) mit einem Erdpflug.

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OldMan

Guest
#3
elexx hat geschrieben:
Die Bilder sind von mir :)

Ich habe übrigens ein Stück davon, es waren 50 Doppeladern papierisoliert, Bleimantel und Stahlumwickelung. Wenn Du's sehen willst, komme Mittwochs abends mal in die "Straße der Jugend", dort wo der Antennenmast steht
Hallo elexx,

ach wie klein ist doch die Welt. Du hier im Forum. :confused:

Das Kabel schaue ich mir gerne mal an. Mittwochs kann ich da mal vorbeischauen. Dürfte aber die übliche DDR-Standardware im Fernkabelbereich sein. Die haben wir beim Rosa-Riesen nach der Wende häufig flicken müssen, als unter Zeitdruck stehende bauwütige Unternehmer ohne Handschachtung die Kabel mit dem Bagger zerissen haben. Nur das Fernkabel "Berliner Außenring", welches bis nach Italien geht, war von anderer Qualität. Dort haben wir einen halben Tag gebraucht, bis wir erstmal bis zum Bleimantel durchgekommen sind. Aus Verzweifelung haben wir damals eine Flex geholt, um den Stahlmantel zu öffnen. Mit der Eisensäge war da nicht viel zu machen. Ein alter Postler hat uns damals erzählt, dass da drüber die Direktverbindung A.H. zum B. Mussolini geschalten war. Aber das denke ich war reine Spekulation.

Gruss OldMan
 

SuR

... wie immer keine Zeit ...
Mitarbeiter
#4
Zu den Kabeln: Mussolini ist Quatsch, aber es gab tatsächlich eine Breitbandverbindung Berlin-Ohrdruf-München-Salzburg(Berchtesgaden)-Wien

Googelt mal nach "Hans-Georg Kampe". Da werden Sie geholfen, denn Herr Kampe kennst sich da wirklich aus. :)
 
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OldMan

Guest
#5
Hallo,

vor kurzem hatte ich mit einem Bürger von Zwickau persönlichen Kontakt.

Dieser war als Kind öfters im Wald von Dennheritz. Lt. seinen Aussagen war in dem Wald schon Militär (Sowjet) stationiert, bevor die NVA das Objekt zum Führungsbunker aus- bzw. umgebaut hat. Er hat dort definitiv Raketen gesehen, die auf mobilen Fahrzeugen montiert waren.

Gibt es darüber mehr Informationen? Auf jeden Fall ist der Bürger glaubwürdig, also kein Spinner. Kann es sein, das die Bunker schon von den Sowjets gebaut worden sind, die NVA dieser aber nur übernommen hat?

Gruss OldMan
 
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