Berg NÖ. - Leichtmetallwerk Berghaus

josef

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#61
Hallo @rascal,
besten Dank für die Info bzw. das Foto!

Bitte bei fremden Fotos, Texten, Plänen usw. wegen "Copyright-Gründen" immer eine "Quellenangabe" beifügen!
Ersuche um Nachbringung...

lg
josef
 

josef

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#62
Langsam lichten sich die Nebelschwaden...

Demnach ging es um die Planungen zur Errichtung von 3 Alu-Hütten (Elektrolysen...) am österreichischen Donauabschnitt:

Fischamend für 20.000 Jato Nennleistung durch die "Dürener Metallwerke AG (von einem Projekt eines Alu-Hüttenstandortes Fischamend ist mir bisher noch nie etwas untergekommen...)
Krems für 36.000 Jato durch die "Hansa Leichtmetall AG" (sind mir vage Andeutungen ohne Details aus Gesprächen bekannt...)
Beide Werke wurden nicht gebaut!
Engerau (Standort Berg gehörte während des Krieges zu Engerau) für ebenfalls 20.000 Jato durch "Berghaus & Co.KG."
Wie aus vorherigen Beiträgen ersichtlich, kam es bis Kriegsende nur zum Teilausbau der Werksanlagen (-> Preßwerk...), eine Fertigstellung der Elektrolyse kann nicht genau belegt werden!

Textauszug aus Das Lautawerk der Vereinigte Aluminium-Werke AG (VAW) von 1917 bis 1948:

1590870792788.png

Jedenfalls hätte die Inbetriebnahme aller 3 Elektrolyse-Werke zu einem enormen Strombedarf geführt, der durch das damals schon projektierte Donaukraftwerk bei Deutsch Altenburg/Hainburg gedeckt werden sollte! Bis zur Fertigstellung des DoKW bzw. später als Reserve sollte über eine neue Hochspannungsleitung Strom aus Kohlekraftwerken in Oberschlesien und dem Protektorat zugeführt werden.

Dazu ebenfalls ein Textauszug aus "Hundert Jahre Aluminiumindustrie in Deutschland (1886-1986)":
1590872999241.png

Hier ein Link zum Beitrag zur Stromversorgung über das Umspannwerk Rohrau...
...und noch ein Link zum "Projekt Aluminiumhütte Krems an der Donau"
 
Zuletzt bearbeitet:
#63
Hey Freunde, ich war erst letztens vor Ort, habe aber leider die Vermutung das die großen Keller bzw. die großen Hallen weggerissen wurden :)
Das Video:

Hier paar Fotos:
 

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josef

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#68
Ich bin mir da jetzt nicht ganz sicher, doch glaube ich laut dieser Karte müsste ich richtig liegen, dass auf dem Gelände nahe der ehem. Haltestelle von Berg sich die Arbeitersiedlung vom Leichtmetallwerk Berg befand.
Vergleich Lubi aus Beitrag #41 mit der Realität:
1638532164076.png
Soweit ich das feststellen kann, bist du auf der richtigen Spur und es sind Restbestände des damaligen Lagers!
1638532219312.png
 

josef

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#72
#76
Möglich wäre es. Es gab aber dort eine Kanalisation und auch Toilettenbaracken mit Fliesswasser jeweils in der Mitte der in 4er Gruppen angeordneten Baracken.
Kann es sich um Splitterschutzgräben handeln?
Wobei aber solche Bauwerke sich unterhalb der Siedlung befindet, die erkennbaren ZickZack Gräben.
Interessant, dass es in der Siedlung eine Kanalisation und Toilettenbaracken mit fließendem Wasser gab. Das deutet auf eine gewisse Infrastruktur hin.
Ich erinnere mich an eine ähnliche Situation in Bern, wo ein sanitär bern notfall gerufen werden musste, um alte Gräben und Kanäle freizulegen und zu überprüfen. Diese Maßnahmen dienten sowohl der Sicherheit als auch der Erhaltung der historischen Infrastruktur.
Zu deiner Frage bezüglich der Splitterschutzgräben: Es ist durchaus möglich, dass diese Zickzack-Gräben als Schutzmaßnahmen während des Krieges angelegt wurden. Solche Gräben wurden oft in der Nähe von Siedlungen gebaut, um die Bewohner vor Bomben- und Granatsplittern zu schützen.
 
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