„Niederösterreichisch- steirische Kalkalpen“

josef

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#21
Salza-Tal

Zwischen den Gebirgsstöcken der "Göstlinger Alpen" (-> Hochkar, Dürrenstein) und den "Mariazeller Bergen" (-> Kräuterin, Großer Zellerhut) im Norden und dem "Hochschwab-Massiv" im Süden verläuft das tief eingeschnittene Tal der Salza, die westwärts zur Enns fließt.

Die B 25 bei Palfau im Westen und die B 20 bei Gußwerk im Osten verbindet die B 24 durch das romantische, eher dünn besiedelte Tal mit dem Hauptort Wildalpen.

Fotos – Teil 1:
(Alle Aufnahmen v. 28.06.2016)

1. – 2. Bis in die 1950iger Jahre des vorigen Jahrhunderts war der Fluss wichtiger Transportweg für die Holzflösse zur Enns. Zur Erleichterung der Flößerei konnte der Wasserstand durch Ablassen des bei der „Prescenyklause“ gestauten Flusses stoßweise angehoben werden.
3. - 4. Heute ist das Wildwasser der Salza eine beliebte Rafting, Kanu usw. -Strecke.
5. Die Salza im tief eingeschnittene Flussbett…
6. …erhält immer wieder „Wassernachschub“ aus idyllischen Seitentälern.
 

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josef

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#22
Salza-Tal - Teil 2

Fotos – Teil 2:

7. In der Nähe von Wildalpen liegt der durch eine Wehr gestaute „Brunnsee“, bevor er sein aus dem Hochschwab-Massiv (-> im Hintergrund) durch das „Brunntal“ kommende Wasser in die Salza entlässt…

8. Nochmals der Brunnsee. Das riesige Natur- und Wasserschutzgebiet ist im Besitz der Stadt Wien. Hier befinden sich die Quellen für die “ II. Wiener Hochquellenwasserleitung“ !

9. Am Eingang in das Brunntal befindet sich ein Forsthaus der Gemeinde Wien.

10. Hinweis auf das Wasserschutzgebiet.

11. Blick über die Uferzonen des kleinen Brunnsees in Richtung Salza-Tal
12. Talschluss des Brunntales mit dem Hochschwab-Massiv.
 

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josef

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#23
Wieder einige Fotos von der Rax

Am 03.08.2016 machten wir wieder eine kleine Wanderung am Rax-Plateau:

1. Blick nach Norden: Um 8.30 h zogen noch Nebelschwaden um das 2.076 m hohe Klosterwappen im Schneebergmassiv...
2. ...während die "Elisabethkirche" schon ein wenig von der Sonne bestrahlt wurde (Zoombild).
3. Eine weiteres gezoomtes Bild zeigt im Osten den durch die Bildmitte verlaufenden Streifen des Neusiedler Sees im Burgenland.
4. Das Rax-Plateau in Richtung Süden mit der "Preinerwand" links und der "Heukuppe", den bereits in der Steiermark liegenden höchsten Punkt der Rax in Bildmitte.
5. Das Gipfelkreuz der "Preinerwand" (1.783 m).
6. Zoombild der "Heukuppe" (2.007 m) - Dort befand sich während des 2. Weltkrieges die FuMG-Stellung "Henne" .
 

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#24
Traditioneller Herbstausflug in die Ötscherregion - Mariazellerland

Am Montag entflohen wir wieder einmal der Nebelsuppe im Donauraum:

1. Fast schon kitschig - herbstlicher Mischwald bei der Auffahrt nach Annaberg
2. Blick vom Josefsberg nach Süden - Seebergsattel und Hochschwab glitzern schon im Schnee
3. Bei 15° und Sonnenschein umrundeten wir den Erlaufsee - Blick vom NÖ. Nordufer aufs steirische Südufer
4. Blick zum Westende des Sees
5. Die 1.626 m hohe Gemeindealpe erhebt sich über dem Nordufer
6. Nochmals ein Rückblick vom Südufer auf die Gemeindealpe im Norden...
 

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josef

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#26
Wildnisgebiet Dürrenstein (Rothwald) - letzter Urwald in den NÖ.- steirischen Kalkalpen wird Weltnaturerbe:

Wildnisgebiet Dürrenstein wird Weltnaturerbe

Das UNESCO-Welterbekomitee hat am Freitag in Krakau bekannt gegeben, dass das Wildnisgebiet Dürrenstein (Bezirk Scheibbs) zum Weltnaturerbe erhoben wird. Damit wird es das erste Weltnaturerbe in Österreich.

Das Wildnisgebiet Dürrenstein beherbergt echte Urwälder, die noch nie eine Axt gesehen haben. Der Urwald war für Forstarbeiten stets uninteressant, weil das Holz auf Grund der Kessellage nicht abtransportiert werden konnte. Seit 2002 ist das Wildnisgebiet Dürrenstein offiziell Naturschutzgebiet. Mit der Auszeichnung zum UNESCO-Weltnaturerbe reiht es sich nun in die prominente Liste von Weltnaturerbestätten wie dem Yellowstone National Park, den Galapagos-Inseln oder den Südtiroler Dolomiten ein.


ORF/Sunk
Seit der letzten Eiszeit wurde im Wildnisgebiet Dürrenstein nicht in die Natur eingegriffen

Erstes Weltnaturerbe in Österreich
„Wir können zu Recht stolz auf unser einzigartiges Wildnisgebiet sein. Das erste Weltnaturerbe Österreichs in Niederösterreich zu beheimaten ist eine riesige Auszeichnung und bestätigt den Wert und auch die Erfolge unserer Naturschutzarbeit im großen Naturland Niederösterreich", so der für den Naturschutz in Niederösterreich zuständige Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP).

Das Wildnisgebiet Dürrenstein erstreckt sich auf einer Fläche von 3.500 Hektar im südlichen Teil des Bezirks Scheibbs, nahe des Ötschers und an der Grenze zur Steiermark. Wegen seiner Ursprünglichkeit und Unberührtheit ist es das erste und einzige Wildnisgebiet Österreichs. Die Schutzkategorie „Wildnisgebiet“ bezeichnet die höchste Schutzkategorie gemäß IUCN (Weltnaturschutzorganisation) und unterliegt damit noch höherem Schutz als z.B. Nationalparke.


ORF/Sunk
Charakteristisch für den Urwald ist der hohe Totholzanteil im Wald

Heimat für seltene Tiere und Pflanzen
Charakteristisch und einzigartig ist das hohe Alter der Bäume, die zwischen 400 bis 1.000 Jahre alt sind. Das Gebiet ist Heimat für seltene Arten wie den Habichtskauz, den Luchs und viele weitere besondere Tier- und Pflanzenarten. Den Grundstein für den Erhalt der Urwälder hatte 1875 der damalige Besitzer Albert Rothschild gelegt, der verfügt hatte, dass der sogenannte Rothwald nicht forstlich genutzt und sich selbst überlassen werden soll.

Link:

http://noe.orf.at/news/stories/2853656/
 

josef

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#27
Urwald der Alpen - Wildnisgebiet Dürrenstein
Das Wildnisgebiet Dürrenstein ist am 23. September Mittelpunkt der ORF-Sendung „Erlebnis Österreich“. Um 16.25 Uhr wird die Sendung über das UNESCO-Weltnaturerbe auf ORF 2 ausgestrahlt.
Seit dem Vorjahr ist das Wildnisgebiet Dürrenstein in den Ybbstaler Alpen Österreichs erstes UNESCO-Weltnaturerbe – eine einzigartige Landschaft mit dem größten Urwaldrest des Alpenbogens, dem Urwald Rothwald. Hier leben und gedeihen Fauna und Flora weitestgehend ohne menschlichen Eingriff.

Ein „Erlebnis Österreich“ aus dem ORF Landesstudio Niederösterreich (Gestaltung: Andi Leitner) zeigt in spektakulären Bildern die Schönheit dieses Gebietes im südwestlichen Niederösterreich. Unberührte Wälder und gefährdete Lebewesen bleiben hier ungestört. Die Natur wird in ihrer Vielfalt auch für kommende Generationen erhalten.

Um die Naturlandschaft nachhaltig zu schützen, ist Wanderern der Zutritt nur im Rahmen von geführten Exkursionen bzw. auf einigen wenigen freigegebenen Wegen erlaubt. Ein neues, in Lunz am See entstehendes „Haus der Wildnis“ wird aber schon bald allen Interessierten tiefe Einblicke in das Wildnisgebiet geben. Dieses Weltnaturerbe-Zentrum, dessen Pläne der TV-Film vorstellt, soll den besonderen Wert der Region dokumentieren und Ausgangspunkt für bewusstes Naturerleben in Niederösterreich sein.


Hans Glader
Das Wildnisgebiet Dürrenstein liegt im Bezirk Scheibbs und umfasst 3.500 Hektar

Wissenschaftliche Projekte im Wildnisgebiet
Im „Erlebnis Österreich“ werden aber auch verschiedene wissenschaftliche Projekte im Wildnisgebiet vorgestellt. Dabei stehen oft die Folgen des Klimawandels für Fauna und Flora im Blickpunkt: So werden in einem dreijährigen Programm die geänderten Bedingungen für das Alpenschneehuhn erforscht. Sein Lebensraum – offene Flächen wie Wiesen und Matten – wird durch den stetigen Anstieg der Baumgrenze im alpinen Raum eingeschränkt.

Untersucht wird auch der Lebensraum der bis zu 100 Schnecken-Arten im Wildnisgebiet Dürrenstein. Aufgrund ihrer jeweils lokalen Vorkommen gelten sie als starkes Indiz für Umweltveränderungen. Und auch ein Projekt zur Wiederansiedlung einer speziellen Eulen-Art läuft seit dem Jahr 2009: Der Habichtkauz galt als Folge stark veränderter Lebensbedingungen und gezielter Verfolgung in Österreich bereits als ausgestorben.

Bisher wurden 70 Tiere ins Wildnisgebiet Dürrenstein und das umgebende Natura 2000-Gebiet Ötscher-Dürrenstein gebracht und freigelassen. Die Käuze sind mit einem Sender ausgestattet – so können ihre Reviere bzw. Streifgebiete erfasst und ihr langfristiges Verhalten analysiert werden.

Geforscht wird im Wildnisgebiet auch über den Borkenkäfer. Der ist in der ökonomisch orientierten Forstwirtschaft als bedeutender Schädling gefürchtet und wird deshalb mit großem Aufwand bekämpft.

Im Wildnisgebiet hingegen ist er Partner und natürlicher Teil des Ökosystems. Der Käfer trägt hier u.a. maßgeblich zur beschleunigten Umwandlung der sekundären Fichtenbestände in standorttypische Mischbestände bei.

Schließlich wird auch dokumentiert, wie behutsame, zeitlich und räumlich klar definierte Management-Maßnahmen den ursprünglichen, natürlichen Bestand der Waldflächen langfristig schützen und fördern.


Hans Glader
Seit 2017 ist das Wildnisgebiet Dürrenstein UNESCO-Weltkulturerbe

Spendenaktion „Haus der Wildnis“
Das Land Niederösterreich errichtet mit privaten Unterstützern ein „Weltnaturerbe-Zentrum“ - „Das Haus der Wildnis“. Um die Finanzierung zu unterstützen, startet ab dem 7. September eine Spendenaktion. Die Gemeinde Lunz am See wird das Grundstück mit dem darauf befindlichen Kellerrohbau zu Verfügung stellen. Die Planung und Einrichtung des Gebäudes wird unentgeltlich von Firmen unterstützt. Die Ausstellung und Innengestaltung wird von dem Land Niederösterreich gefördert. Um das Haus der Wildnis zu realisieren, wird um Ihre Unterstützung gebeten.

Das Haus der Wildnis - Haus der Wildnis
Urwald der Alpen - Wildnisgebiet Dürrenstein
 
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