Wald bei Strasshof

josef

Administrator
Mitarbeiter
#21
Hallo Fred,
vorerst einmal, wie bei allen "Neuzugängen" üblich, ein herzliches Willkommen im Forum!

:danke für die Ausführungen zum Thema Flpl. Strasshof. Hatte, wie in meinem Beitrag dargestellt, Zweifel an der "DOK-Variante" des beschriebenen Straßenstückes... Wie auch in einem Artikel in den "öfh-nachrichten 3/09" (Informationen der Österreichischen Flugzeughistoriker) ersichtlich, ist es heute schwer, bei manchen Bauresten eine Zuordnung ihrer Entstehung => Deutsche Luftwaffe oder Sowjetbesatzungstruppen, vorzunehmen...

lg
josef
 
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Harald 41

Guest
#23
Hallo Fred;
Von mir auch ein herzliches Willkommen hier,und :danke für die ausführliche Erklärung über das Flugfeld.
Hätte da noch eine Frage,und zwar wo waren nördlich der Bahnstrasse Löschbecken und Einbauten,und wo wurden noch vor Jahren Flugzeugteile am Flugfeld gefunden.


LG Harry

PS: Die Objekte nördlich der Bahnstrasse könnte meiner Meinung nach nur zwischen dem Gemeindeamt bis zum Heizhaus gelegen sein,vis a vis war nur die Kohlpack aber die wurde inzwischen geschliffen und weiter rechts davon sind noch einige Bauwerke gehören aber zur Bahn.
 
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georisk

Guest
#24
strasshof

Hallo Josef und Harry.
Danke für die nette Aufnahme im Forum und auch Euch ein kollegiales und herzliches Glück Auf. Dieses Medium ist für mich noch etwas gewöhnungsbedürftig.

Zur Frage der Flugzeugreste: Diese befanden sich mit viel neuzeitlichem Müll (und wirklichem Müll) in dem Wäldchen, welches in den letzten 5 Jahren renaturiert und einplaniert wurde. Ungefähr auf der Höhe wo sich jetzt die Brotfabrik im neu aufgeschlossenen Industriegelände befindet. Man erkannte bei der Müllräumung sofort, dass hier Reste eines oder mehrerer Flugzeugteile mit Fragmenten von Rädern mit Stoßdämpfern, Rumpfresten und Teilen von Verblechungen (Flügel?) auftauchten.

Zur Lage der Flugplatzreste: Diese befinden oder besser befanden sich nördlich der Eisenbahnlinie Strasshof und sind partiell noch im Gelände als Bewuchsmerkmale in den Feldern erkennbar. Fährt man von D.Wagram durch den Föhrenwald n. Strasshof blickt man linksseitig zur Bahntrasse. Dahinter in den Feldern waren diese Reste. Bis vor ca. 15 Jahren konnte man noch über viel Müll und menschliche Fäkalien in die S förmig angelegten Splitterschutzbunker hineingehen. Die ständige "Nutzung" durch die Jugendlichen der Umgebung für nicht ganz jugendfreie Tätigkeiten und "Übungen" hat dazu geführt, dass diese überwiegend unbrauchbar gemacht wurden.

Hoffe mit den Infos ein wenig gedient zu haben.

LG
Fred
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#26
Die Splitterschutzgräben und der Löschteich gehören zum Lager Strasshof und haben mit dem Flugplatz nichts zu tun.
Im NW der Nordbahn befand sich ein großes Barackenlager. Dieses wurde ab 1944 als "Durchgangslager" (Dulag) für ungarische Juden verwendet. Siehe auch meinen Beitrag http://www.geheimprojekte.at/kz_dulagstrasshof.html
Straßhof - Arbeits- und Durchgangslager

Ab Mitte 1944 bis April 1945 bestand in Straßhof ein Arbeits- und Durchgangslager (Dulag) für ungarische Juden. In der Literatur wird von 20.000 bis 35.000 Juden berichtet, die Ende Oktober 1944 die fast 200 km lange Strecke von Budapest nach Straßhof per Fußmarsch zurücklegen mussten. Wegen der schlechten Wetterbedingungen (Regen und Schneefall), unzureichender Bekleidung und mangelnder Verpflegung überlebten einige Tausend Juden diesen Marsch nicht...

Ein kleiner Teil der bedauernswerten Menschen wurde in die Konzentrationslager Auschwitz und Mauthausen weitergeleitet, der größere Teil wurde in Zwangsarbeitslager der Rüstungsindustrie im Raume Wien zugeteilt. Auch beim Ausbau des benachbarten Fliegerhorstes Deutsch Wagram wurden Gefangene des Lagers Straßhof eingesetzt.

Josef B.

Quelle:
Datenbank aus www.keom.de "Deutschland ein Denkmal" - Projekt zur Erforschung der NS-Lager und Haftanstalten sowie der Orte des Massenmordes 1933 - 1945.
Links der Bahnstrecke das Lager, gegenüber ein Teil des riesigen Flugplatzgeländes:
Quelle: Aufklärungsfoto der 461st B.Group:
 

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Harald 41

Guest
#27
Über das Lager gibt es auch ein Buch, einer ehemaligen Gefangenen und zwar heisst es ein Hering für zwei Zigaretten.
Es beschreibt das Leben einer Gefangenen in dem DULAG Strasshof interessant und sehr detailliert beschrieben.
http://Amazonaswälderr/Ein-Hering-zwei-Zigaretten-Holocaust-Überlebenden/dp/3866280793

LG Harry

PS Zu den Flugzeugteilen wollte ich noch sagen,ich kannte alle Baulichkeiten im Wald vis a vis von der Fa. Fischer Brot,nur heute ist dort schon alles neu bebaut und der Wald neu aufgeforstet die ehemaligen Tanks in der Erde stellte ich voriges Jahr hier ein ein weiterer Bunker ist oben mittlerweile wieder verschlossen,aber da lagen schon in meiner Kindheit nur mehr Tierkadaver drinnen.Ein weiterer ist noch in Betrieb der war seit ich mich erinnern kann nicht zu beträten,gehört angeblich der OMV ist eingezäunt und verschlossen ist aber das letzte erhaltenen Kriegsrelikt.
Zu den Flugzeugteilen wollte ich noch sagen,da hätte wir in unserer Kindheit vor ca.30 Jahren auch nichts ausrichten können,da gab es viel mehr gesprengte Bunker in der Erde oder Löcher da war damals schon viel Dreck drinnen von alten Mopeds und Fahrräder,Bauschutt und diverse Gartenabfälle,und weiter hinten im Wald war eine Schottergrube in der sogar etliche Autos lagen.
 
#28
Ich hab damals auch im Bereich der Baustelle von Fa. Fischer Brot ein Flugzeugteil und ein eigenartiges Blechteil gefunden. Bei Interesse kann ich gerne Fotos davon einstellen.
Ich dachte eigentlich immer, dass der noch vorhandene Bunker Eigentum des Bundesheeres sei?!

LG, Martin
 
H

Harald 41

Guest
#29
Hallo Martin;
Ein Foto währe super,der Bunker würde mich auch interessieren(und das schon seit meiner Jugend) nicht was jetzt da drinnen ist sonden wie gross er ist,daß er dem BH gehört glaube ich nicht.

LG Harry
 
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georisk

Guest
#30
Es ist richtig, dass der verschlossene und eingezäunte Bunker (gesicherte Anlage) der OMV gehört.

lg
Fred
 
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Harald 41

Guest
#31
Habe eine Neuigkeit zu vermeintlichen bis heute ungeklärten Teil des ( Donau-Oderkanal-Abschnitt ) im Wald von Strasshof.
Hatte gestern auf einem Treffen ( der NS Aufarbeitung in Strasshof ) von einem Zeitzeugen erfahren das dieser vermutete Kanal die Einfahrt für Flugzeuge im Krieg in den Wald war,wo sie in den Splitterschutzhügel zum Schutz untergestellt waren,besser als auf dem offenen Flugfeld.
Desweiteren waren in Strasshof insgesamt sieben Lager untergebracht,die Standorte hatte ich gestern gesehen,bekomme aber erst eine Kopie des Plans.
Lager :
1. DULAG
1. Franzosenlager
3. Belgier und Franzosenlager
4. Russenlager beim Flugplatz
5. Judenlager
6. Serbenlager
7. Serbenlager

LG Harry

PS: Nähere Details folgen
 
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sterzi89

Guest
#32
Hallo bin neu hier im Forum.

Habe mich hier angemeldet weil mich der Flugplatz Deutsch Wagram und die umliegenden Bauten auch sehr interessieren.

Zu meiner Frage: Kennt jemand zufälligerweise den Bunker wenn man auf der B8 Richtung Strasshof fährt dann links einbiegt Richtung Helmahof, die Unterführung durch immer geradeaus, hinter dem Bahnhof Helmahof rechts auf dem Feld. Dort steht genau ein Baum und dort hat sich zumindest damals der Bunkereingang vor ca 4-5 Jahren befunden. Hatte man damals noch geschätzte 20-30 meter betreten können.

Weiss da einer zufällig für was dieser gedient hat? War das ein Verbindungsgang zum Flugfeld?

Werde in der nächste Zeit noch mal hinschaun ob man dort nocht hineingehen kann.

mfg Sterzi
 
H

Harald 41

Guest
#33
Hallo Daniel;

Willkommen hier im Forum,ein weiterer Wagramer:D
Zu den Bunker den Du meinst,dass
Gebiet welches ich eingezeichnet habe wenn Du dieses meinst das war das Fäkalienbecken vom Dulag Strasshof.
Das kann man heute auch noch betreten oberhalb,dahinter ist ein Brunnen der gehört einem Bauern.

Quelle Google Earth


LG Harry
 

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#34
@sterzi89

Willkommen im Forum. Gleich zum Thema: Es gab und gibt auf dem Areal des Lager Straßhof keine Bunker. Es gibt nach wie vor sogenannte Luftschutzdeckungsgräben. Zumindest bis vor ein paar Jahren waren noch zwei zugänglich.Keine Ahnung ob das heute auch noch so ist. Nehme an du meinst einen davon. Das "Fäkalienbecken" (so es eines ist) hat nicht annähernd die Abmessungen die du beschreibst.
Verbindungsgang zum Flugfeld gab es ebenfalls keine. Wozu auch? Warum sollte man eine militärisches Flugfeld mit einem Dulag verbinden?

lg

Cerberus9
 
S

sterzi89

Guest
#35
Hallo!

Danke für die schnellen Antworten.

@ Harald

Nein die Position auf dem LUBI ist nicht richtig, das war mehr im Feld drinnen und nicht direkt am Feldweg.

Und ja das mit dem Lufschutzgraben kann ich mir gut vorstellen, weiss nur noch das man damals die Stiegen hinunter ca 20 meter weit gehen konnte, und es dann verschüttet oder zugeschüttet war.

Werd aber wenn ich das Wochenende Zeit finde hinschauen und ein paar Fotos schiessen.

mfg Sterzi
 
H

Harald 41

Guest
#36
Hallo Daniel;
Das was Du meinst ist aber schon in Strasshof,wie schon @ Cerberus9 beschrieb sind das LSD Gräben oder was noch übrig ist davon.
Diese befand sich in dem schwarz umrandeten Gebiet,was neu ist der Bereich der Gelb umrandet ist wurde von einer Firma mit einer Betonmauer umzogen ca. 2m hoch,im schwarzen Bereich sollten noch zwei oder drei Öffnungen sein.
Vor ca.30 Jahren war in dem rosa eingefärbten Teil auch noch etwas Bunker-ähnliches da fuhren wir als Jugendliche mit dem Rad durch.
In dem Gelben Bereich waren bis zur Helmahofstrasse LSD Gräben und weiter vorne auch in denen spielten wir noch vor ca. 30 Jahren,heute ist alles zugeschüttet.

Quelle Google Earth

LG Harry

PS: @ Cerberus9 Die Info zu der Kläranlage habe ich von einer Zeitzeugin die vor 2 Jahren noch lebte.
 

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sterzi89

Guest
#37
Hallo Harry.

Ich weiss nicht so recht ob wir aneinander vorbei reden(schreiben) ^^ Was ich so in Erinnerung habe war das nicht so nah bei der Alpine, aber ich kann mich auch irren. Sind ja doch schon wieder gut 5 Jahre vergangen

Wie gesagt werd ich mal bei Zeiten hinschauen und ein paar Fotos schiessen.

mfg Sterzi
 

Bunker Ratte

Well-Known Member
#39
Um das hier mal aus der Versenkung zu holen
Wer kann mir sagen um was es sich auf den Fotos für einen „Bunker“ handelt
Hallo Rene91,
gut, es handelt sich bei dem gezeigten Bild um einen Deckungsgraben besser gesagt "Luftschutzdeckungsgraben" des ehem. Durchgangslager's (Dulag Strasshof). Siehe auch im Thread: Durchgangslager Strasshof hier findest du zahlreiche Ausführungen über das Gelände. Solltest du eine Begehung des Deckungsgrabens's noch nicht getätigt haben?! Kann ich dir nur einen Tipp geben: Man sollte nicht geruchsempfindlich sein in dieser Jahreszeit, die sind vollgestopft mit Wildkadaver:(!

Ein Bild von meiner Begehung im Winter 2018
1.jpg
 
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