Schussspuren des zweiten Weltkriegs in Österreich

josef

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#41
Spuren von Bombensplittern...

Suchte für die nachfolgenden Bilder über "Bombenspuren" einen passenden Thread, fand zwei vorhandene Titel zur Auswahl:

"Kriegsruinen in Österreich" und "Schussspuren des zweiten Weltkriegs in Österreich"...wobei ich mich für den 2. Begriff entschied. Aber auch das erstgenannte Thema über Kriegsruinen sollte man nicht "in der Versenkung" verschwinden lassen... vielleicht kennen zwischenzeitlich neu hinzugekommene User weiter Objekte?

Nun zu den Fotos:


Im Hof des "Industrieviertelmuseum" in Wiener Neustadt steht ein Schmiedehammer (Federhammer) der seinerzeit in einem Rüstungsbetrieb eingesetzt war. Eine Seite des Maschinenrahmens weist Löcher und Abplatzungen, hervorgerufen durch Bombensplitter, auf:

(Aufnahmedatum 15.07.2016)
 

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S

Senator74

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#45
Schottwien und Semmering

Zu Zeiten, als es die Semmering-Schnellstraße noch nicht gab, fuhren wir gern von Schottwien über Göstritz nach Maria Schutz und über die Hochstraße auf die Paßhöhe vom Semmering.
In Göstritz sah man lange Häuser mit Einschußlöchern aus den letzten Kämpfen am Ende des 2.Weltkrieges.
Am Semmering begegnete mir als Kind mit meinen Eltern ein russischer Besatzungssoldat....
Gut, dass das lange her ist.
Wenn ich FIGL auf Video oder Filmausschnitt rufen höre: ÖSTERREICH ist FREI
kriege ich feuchte Augen...auch heute noch...
 
#46
Hallo!
Bei einer Fototour durch das Weinviertel, meiner heimatlichen Umgebung, fotografierte ich die mir schon bekannt gewesenen Schußspuren im Schloss Rabensburg.
Diese Tatsache und die Existenz eines unterirdischen Ganges zum ehemaligen, benachbarten Schloss in Hohenau und weiter nach Niederabsdorf, ist vielen Leuten der Umgebung bekannt.
Beim Bau der neuen B 49 Bernsteinbundesstraße durch das Ortsgebiet von Hohenau in den 60er Jahren, kam ein Stück des Ganges in Höhe Bäckerstrasse sogar durch einen Erdeinbruch ans Tageslicht.
Hier nun die Bilder vom Schloss Rabensburg-Gruß Herbert
Auch wenn es nicht gerade zum Thema gehoert, aber angesprochen wurde, die Geschichte von unterirdischen Gaengen haelt sich dort in der Region offenbar hartnaeckig, konkrete Beweise scheint es allerdings wenige zu geben. Dass hier das Schloss Rabensburg mit Hohenau und Niederabsdorf via Gangsystem verbunden sein sollte ist nur eine Geschichte der lokalen Biertische denke ich. Ich kenne lediglich bei Palterndorf einen Hinweis darauf. Auf folgender Webseite wird auch von einer verschollenen Burg gesprochen.

http://www.liechtensteinove.cz/en/objekt/palterndorf/805/

Der Wehrturm und die Wehrkirche sollen durch einen unterirdischen Gang miteinander verbunden sein. (700 Jahre Deutschordens-Pfarre Palterndorf).

Realistischer erscheint mir die Tatsache von Erdstaellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Erdstall

Dort wird Duernkrut und Herrnbaumgarten genannt, alles Orte in dieser Region.
 

josef

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#47
Splitter- und Schussspuren an den Osttürmen der ehemaligen Fasanerie des Schlosses Walpersdorf im unteren Traisental

An den 4 Ecken der von einer Mauer eingefassten ehemaligen Fasanerie des Schlosses Walpersdorf befinden sich zweigeschoßige Ecktürme. Die beiden Osttürme weisen noch Splitter- und Schussabplatzungen auf, die von den aus Osten vom Traisenfluss her vorgetragenen Angriffen der Sowjettruppen stammen:

Ostseite der ehem. Fasanerie:
1632507297328.png
NO-Turm:
1632507008046.png 1632507099421.png
Kampfspuren im unteren Drittel des Bauwerkes

SO-Turm:
1632508206212.png
1632508630964.png 1632510405453.png
Hier sind die Kampfspuren eher im oberen Turmbereich zu erkennen

1632508793830.jpeg Tor in der Umfassungsmauer. Das Gelände ist Privatbesitz und mit Kameras und Alarmanlage gesichert...

Übersichtsfoto aus 2002 zum "Feldflugplatz Herzogenburg":
1632506810607.png
Links in Bildmitte ist ein Teil der ehemaligen Fasanerie zu erkennen.
 
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Geist

Worte im Dunkel
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#48
Auch die Remise im dritten Bezirk, in der sich das Verkehrsmuseum befindet, weist eindeutige Spuren auf.
 

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#51
Das "Bezirksgericht und Finanzamt Neunkirchen" war während der russischen Besatzungszeit ein wichtiges Durchgangsgefängnis für Personen vor der Deportierung nach Russland.
z.B. Margarethe Ottilinger:
"Am 5. November 1948 wurde Ottillinger an der alliierten Zonengrenze (Ennsbrücke) auf dem Weg nach Wien von sowjetischen Soldaten verhaftet und wegen angeblicher Spionage zu 25 Jahren Lagerhaft verurteilt, wo sie sieben Jahre in sowjetischen Gefängnissen verbrachte.
Von Baden wurde sie in das Gefängnis nach Neunkirchen überstellt, wo sie mehrere Monate bis zu ihrer Deportation einsaß." Quelle


2019 wurde das Gebäude renoviert und ob seiner historischen Bedeutung wurden die Einschusslöcher im Gebäude auch restauriert.
Details dazu Hier

Einige Fotos:
IMG_20220712_091206.jpg IMG_20220712_091141.jpg IMG_20220712_091243.jpg
 
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