NÖ. Landesausstellung 2026 „Wenn die Welt Kopf steht – Mensch. Psyche. Gesundheit.“ in Mauer-Öhling

josef

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Countdown zur Landesaustellung läuft
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In einem Monat beginnt im Landesklinikum Mauer-Öhling (Bezirk Amstetten) die Landesausstellung. Unter dem Titel „Wenn die Welt Kopf steht – Mensch. Psyche. Gesundheit.“ wird es dort Vorträge, Touren und Ausstellungen geben.
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Die Vorbereitungen für die Landesaustellung befinden sich auf der Zielgeraden. Die Jugendstilgebäude werden fertig restauriert, der Spielplatz und auch das Hauptgebäude der Ausstellung bekommen derzeit den letzten Feinschliff. Daneben werden auch das Haus 18 mit dem Gedenkraum zur NS-Euthanasie sowie der Friedhof und der Veranstaltungsraum für die vielen Vorträge, die besucht werden können, zugänglich gemacht.

Die geführten Touren durch den Park werden wiederum so gestaltet, dass der Betrieb des Klinikums nicht gestört wird. „Wir haben natürlich auch Infrastrukturmaßnahmen gesetzt, nämlich einen natürlichen Sichtschutz in Form einer Hecke errichtet, damit die Privatsphäre unserer Patientinnen und Patienten und unserer Bewohnerinnen und Bewohner gewährleistet werden kann“, so Regina Bauer, die kaufmännische Direktorin des Landesklinikum Mauer-Öhling.

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Als Ort wurde das Landesklinikum Mauer mit seiner Jugendstil-Architektur und besonderen Geschichte ausgewählt
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Erstmals findet eine Landesausstellung in einer Landesklinik statt und das bei laufenden Betrieb
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Man beschäftigt sich mit dem gesellschaftlichen Umgang mit psychischen Erkrankungen im Wandel der Zeit
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In einem Monat soll die Landesausstellung 2026 eröffnet werden – die letzten Arbeiten laufen
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Die Ausstellung „Wenn die Welt Kopf steht“ beleuchtet die Verbindung zwischen Mensch, Psyche und Gesundheit
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Die Ausstellung zeigt künstlerisch die Herausforderungen psychischer Erkrankungen
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Die Landesausstellung am geschichtsträchtigen Ort des Landesklinikums Mauer
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Ziel sei es, Verständnis zu fördern, Vorurteile abzubauen und die heilende Kraft kreativer Ausdrucksformen hervorzuheben

Ausstellungsobjekte werden angeliefert
Das Haus 21 wird in einem Monat zum Zentrum der Ausstellung. Aus dem zweiten Stock wird der Besucher dort abwärts durch die Ausstellung geführt. „Wir sind mit unserer Ausstellungsvorbereitungen voll im Zeitplan. Die Handwerker werden bald ausziehen und ab nächster Woche beginnt die Anlieferung von den Ausstellungsobjekten“, sagt Armin Laussegger, der wissenschaftliche Leiter der Niederösterreichischen Landesausstellungen.

In den Gängen hängen bereits die unterschiedlichen Porträts mit dem Titel „Ich und Du“. Dabei geht es um Fremd- und Eigenwahrnehmung. „Gesichter können ja sehr viel ausdrücken – Emotionen, Angst, Freude. Und wir laden die Besucherinnen und Besucher ein, hier auch einen Blick auf die Porträts, die wir angebracht haben, zu werfen, aber auch selbst Hand anzulegen. Das heißt, sie können selbst ein Porträt von sich selber oder von anderen Gästen zeichnen und es dann dieser wachsenden Galerie hinzufügen“, so Laussegger.

Im Erdgeschoss des Haupthauses nehmen der Ticketbereich sowie die Cafeteria immer konkretere Formen an. Die Besuchenden sollen in einem Monat, wenn es bereits wärmer ist, auch auf der Terrasse Platz nehmen können.
28.02.2026, red, noe.ORF.at
Countdown zur Landesaustellung läuft
 

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#2
Landesausstellung startet erstmals im Klinikbetrieb
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In wenigen Wochen startet im Klinikum Mauer-Öhling (Bezirk Amstetten) die neue Landesausstellung. Im Mittelpunkt steht die psychische Gesundheit. Es ist das erste Mal, dass eine Landesausstellung in einem Klinikum bei laufendem Betrieb stattfindet.
Online seit heute, 5.29 Uhr
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Mit der Schau will man ein „Zeichen für Offenheit, Enttabuisierung, Entstigmatisierung und einen respektvollen Umgang“ mit psychischen Erkrankungen setzen, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am Dienstag bei einer Pressekonferenz in St. Pölten. Geöffnet ist die Ausstellung von 28. März bis 8. November.

„Mit dieser Landesausstellung greifen wir eines der zentralsten Themen unserer Zeit auf“, betonte Mikl-Leitner. Gezeigt werde, wie sich der gesellschaftliche Umgang mit seelischer Gesundheit entwickelt hat, erklärte Armin Laussegger, der wissenschaftliche Leiter der NÖ Landesausstellungen.

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Für die Landesausstellung sind mehrere ehemalige Gebäude saniert worden

Mehr als 360 museale Objekte ausgestellt
Psychisch Kranke sollen „nicht am Rande der Gesellschaft stehen, sondern Teil der Gesellschaft“ sein, sagte die Landeschefin. Ziel sei „hinschauen statt wegschauen, stärken statt stigmatisieren und Menschen rechtzeitig die Hilfe geben, die sie brauchen“. Durch die Schau soll Bewusstsein für das Thema „in möglichst großen Teilen der Gesellschaft“ geschaffen bzw. gestärkt werden.

Es gehe „um einen möglichst differenzierten Blick auf das Thema psychische Gesundheit“, sagte Laussegger. Präsentiert werden mehr als 360 museale Objekte, davon 120 aus Landessammlungen und 60 aus dem Landesklinikum Mauer. Zusammengearbeitet wird mit 63 nationalen und internationalen Leihgebern.

21 Interviewstationen geben Betroffenen, Angehörigen und Fachleuten eine Stimme. An junge Gäste richten sich interaktive Kinderangebote mit Begleitheften, Familienführungen und Workshops für Schulklassen.

Auseinandersetzung mit NS-Verbrechen
Die Auseinandersetzung mit der NS-Euthanasie werde bewusst in die Ausstellung integriert, betonte Mikl-Leitner. Im Frühherbst 2026 soll ein Gedenkort beim Friedhof des Klinikums eröffnet werden. Weiters wird ein Lernort in Haus 18 geschaffen, der auch nach der Schau weiterbestehen wird. Die „Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling“ war in der Zeit des Nationalsozialismus eine zentrale Stelle der sogenannten Medizinverbrechen, 2.848 Patientinnen und Patienten wurden dort ermordet – mehr dazu in Mauer: 2.848 Patienten in NS-Zeit ermordet (noe.ORF.at; 18.1.2026).
Die Landesausstellung sei „mehr als ein Kulturprojekt“, sie stelle ein „gesellschaftliches Signal“, einen „wirtschaftlichen Impuls“ für die Region mit 31 Gemeinden und zahlreichen Betrieben und ein „Bekenntnis zu unserer Verantwortung“ dar, sagte Mikl-Leitner. In die Renovierung und Modernisierung des Landesklinikums Mauer als „Jugendstil-Juwel“ werden rund 43 Millionen Euro investiert.

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Der ärztliche Direktor des Landesklinikums Mauer Christian Korbel, der wissenschaftliche Leiter Armin Laussegger, Schallaburg-Geschäftsführer Erwin Klissenbauer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Obfrau der LEADER-Region Moststraße Michaela Hinterholzer und Amstettens Bürgermeister Christian Haberhauer bei der Pressekonferenz

„Psychische Erkrankungen sind die Herausforderung der Zukunft im Gesundheitssystem“, erklärte Christian Korbel, der Ärztliche Direktor des Landesklinikums Mauer. Die Besucher werden „auf kuratierten Wegen gehen“, „der Schutz der Privatsphäre der Patienten und Bewohner steht an oberster Stelle“.

Begleitprojekte als weitere Ausflugsziele
Seit 65 Jahren sei die Landesausstellung das „wichtigste Regionalentwicklungsprojekt“ in Niederösterreich, sagte Mikl-Leitner. Bei 41 Auflagen seit 1960 wurden rund elf Millionen Besucherinnen und Besucher verzeichnet. Christian Haberhauer, Stadtchef von Amstetten, sprach von einem „historischen Meilenstein“ für die Bezirksstadt und die Region. Die Landesausstellung biete eine große Chance, das Areal des Landesklinikums „respektvoll zu öffnen und gleichzeitig auch zugänglich zu machen“, sagte Michaela Hinterholzer, Bürgermeisterin von Oed-Öhling.

Als weitere Ausflugsziele wurden sieben Begleitprojekte entwickelt – mehr dazu in Neue Ausflugsziele rund um Landesausstellung (noe.ORF.at; 12.2.2026). Dabei handelt es sich um die Erweiterung des Tierparks Haag mit dem neuen Mostviertel-Museum, den „Birnenweg – Schätze des Mostviertels“ in Öhling, die Modernisierung von Schloss Ulmerfeld, den Starkl-Erlebnisgarten in Aschbach, den Relaunch der Mostelleria in Öhling und den „Raum der Stille“ im umgebauten Pfarrhof Haag.
04.03.2026, red, noe.ORF.at/Agenturen

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