Kalköfen - Kalkbrennerei

Bunker Ratte

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#82
Der letzte erhaltene Kalkofen in Gaaden:
Im Wiki ist zu lesen: Der Kalkofen ist der letzte gut erhaltene von den 26 in Gaaden in Betrieb gewesenen Kalköfen. Das letzte Mal wurde im Ort im Jahr 1970 in einem dieser Kalköfen regulär gebrannt.
In der PDF (geschichte-3) ab Seite 7 im Anhang, können interessante Ergänzungen zum Thema Kalkbrennerei in Gaaden gelesen werden!


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Bunker Ratte

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#85
Kalkofen im Schindergraben:
Der Kalkofen ist eingerüstet und wird renoviert!
Auf der Bildtafel in Bild 10 ist zu lesen: Kalkschachtofen mit schichtweiser Füllung, errichtet um 1900! Diese Bauart löste die bis 1800 übliche Meilerform ab. Der Ofen wurde von oben schichtweise mit Brennstoff (Holz) und Kalkstein gefüllt somit war es erstmals möglich, durchgehend Kalk zu brennen.
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Ofen im Schindergraben um 1920
Ausschnitt von Bild 10

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S

Senator74

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#87
Irgendwie bin ich froh, dass hier keine Schächte gezeigt werden, wie in Spanien, wo Kleinkinder, Hunde und Hundebesitzer reinstürzen und zu Tode kommen.
 

Bunker Ratte

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#88
Alte Kalkbrennerei "Kalkofenruine" bei Sattelbach
2.Kalkofen Sattelbach:
Neben der B210 (Badnerstrasse) von Sattelbach Richtung Alland, rechter Hand in einem Waldstück entdeckt. Dürfte eine 2. Kalkofenruine von Sattelbach sein.

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Bunker Ratte

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#89
Einen weiteren Kalkofen habe ich gefunden im Ortsteil Schwechatbach, an einer Nebenstrasse der B210 (Badnerstrasse):
Auch hier dürfte Kalk gebrannt worden sein, zahlreiche Ruinen sind zu finden!

Den Kalk brachten die Kalkbauern von Sattelbach und Schwechatbach, denn dort waren auch die Kalköfen, wo die Kalksteine gebrannt wurden. Mit Fuhrwerken kamen sie dann nach Baden und mussten aber damals so ganz zeitlich bei der Morgendämmerung wegfahren und in Baden kamen sie dann zu die Hauer und brachten den Kalk usw.....
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Auszug der Katalogblätter des Rollettmuseums Baden, N25 von Magda Riedl (Weinbau zur Zeit meiner Eltern) auf den Seite 14 und 15 des PDF's

ein paar Impressionen von den Kalkofenruinen in Schwechatbach:
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#93
Ehem. Kalkofen in der Gemeinde Hohenberg bei Hofamt in Niederösterreich:
Bei meiner Begegnung mit der Seebachquelle erblickte ich am Weg zu den Wasserfällen, nahe eines Vierkanthofes einen ehem. Kalkofen, der laut Aussage des dort witschaftenden Landwirtes die Ziegel gebrannt wurden und für den Bau des Vierkanthofes verwendet wurden. Demnach konnte ich nach langen recherchen keine weiteren Hinweise über die Geschichte der Bauernhofes finden, um eventuell über die Entstehung des Bauwerks etwas zu erfahren wo auch der Kalkofen erwähnt wird. Das beigefügten GE Bild zeigt die ungefähre Lage der genannten Objekte.
Vielleicht kennt jemand die Gegend und weis mehr darüber?

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In etwa auf Höhe des Kalkofen fotografiert in Richtung Bauernhof
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#94
Kärnten: Kalkofen im Twimbergergraben

Bei meinem letzten Besuch im Lavanttal bin ich beim Kalkofen südlich von Twimberg neben der B70 stehengeblieben. Jedoch konnte ich nichts über die Geschichte des Kalkofens finden.
Hat von euch jemand mehr Informationen dazu?

Grüße,
Michael
 

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Viruz

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#95
Kärnten: Kalkofen im Twimbergergraben

Bei meinem letzten Besuch im Lavanttal bin ich beim Kalkofen südlich von Twimberg neben der B70 stehengeblieben. Jedoch konnte ich nichts über die Geschichte des Kalkofens finden.
Hat von euch jemand mehr Informationen dazu?

Grüße,
Michael
Hallo Michael. Ja bei dem wa ich auch schon mal vor ein paar Jahren. Geschichtlich weiß ich darüber auch nichts.In der Nähe, im Wald und den Felsen darüber befindet sich ja heute noch ein aktiver Steinbruch.

Ich hab vor ein paar Jahren auf der Wölch nach einem Bergbaustollen gesucht und hab auch einen kleinen Kalkofen gefunden.
Fotos und ein bisschen blabla dazu könnt ihr bei Interesse hier nachlesen.

https://danielpongratz.wixsite.com/.../05/Ein-Kalkbrennofen-bei-Hinterwölch-Kärnten
 
#96
Ehem. Kalkofen in der Gemeinde Hohenberg bei Hofamt in Niederösterreich:
Bei meiner Begegnung mit der Seebachquelle erblickte ich am Weg zu den Wasserfällen, nahe eines Vierkanthofes einen ehem. Kalkofen, der laut Aussage des dort witschaftenden Landwirtes die Ziegel gebrannt wurden und für den Bau des Vierkanthofes verwendet wurden. Demnach konnte ich nach langen recherchen keine weiteren Hinweise über die Geschichte der Bauernhofes finden, um eventuell über die Entstehung des Bauwerks etwas zu erfahren wo auch der Kalkofen erwähnt wird. Das beigefügten GE Bild zeigt die ungefähre Lage der genannten Objekte.
Vielleicht kennt jemand die Gegend und weis mehr darüber?

Anhang anzeigen 78304

Anhang anzeigen 78306

Anhang anzeigen 78309

In etwa auf Höhe des Kalkofen fotografiert in Richtung Bauernhof
Anhang anzeigen 78312
Stimmt dort war einer von einigen Kalköfen in Hohenberg.
Beim sogenannten „Kandlhofer“ Vierkanthof gab es auch einen Kalkofen, der Anfang der 80er Jahre gesprengt worden ist. Ich werde wenn ich mal wieder in meine alte Heimat komme, auf Fotosuche machen.
Lg Andi
 

Bunker Ratte

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#97
Kalköfen Stattegg, die historische Sehenswürdigkeit bei Graz:
Die zwei Kalköfen in der Gemeinde Stattegg in der Steiermark wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts errichtet und stehen seit 1981 unter Denkmalschutz. Sie sind die letzten Reste eines 1966 stillgelegten Kalkwerkes und Schotterwerkes. Zu Blütezeit des Werkes wurden in den Öfen ungefähr 8000 Tonnen Kalk pro Jahr gebrannt.

Im Jahr 1890 erwarb der Grazer Unternehmer Franz Jammernegg den Stattegger Hof und errichtete an dessen Stelle ein Kalk- und Schotterwerk. In diesem Jahr wurde zumindest der linke Kalkofen errichtet. Das Werk war über eine Feldbahn mit der Schleppbahn der Maschinenfabrik Andritz verbunden. 1920 wurde in der zum Anwesen gehörenden Moosmühle eine Francis-Turbine zur Stromerzeugung aufgestellt. 1926 wurde ein Maschinenhaus mit Dieselmotor, einem Kompressor für die Bohrhämmer und einem Gleichstromgenerator errichtet. 1938 und 1939 wurden beide Öfen ausgebaut. 1943 wurde das Kalkwerk zum deutschen Eigentum erklärt. 1943 bis 1948 lag das Werk still, 1966 wurde es endgültig geschlossen.
Seit dem Jahr 1981 stehen die Kalköfen unter Denkmalschutz.

Die Kalköfen mit einem blockförmigen Baukörper sind nach oben hin leicht verjüngt und bestehen aus unregelmäßigem Quader- und Bruchsteinmauerwerk. Das Mauerwerk wurde in regelmäßigen Abständen mit von Zugeisen verankert. Die dafür nötigen Mauerschließen sind bei dem linken Ofen ornamental ausgestaltet. An den Wandflächen befinden sich Durchbrüche für die rundbogigen Feuerungs- und Entnahmeöffnungen.

Die Gewölbe für die Öffnungen sind aus Ziegeln gemauert. Der Innenmantel des Kerngemäuers ist mit Schamotteziegeln ausgekleidet. Die Erhöhung der Öfen in den Jahren 1938/39 erfolgte durch zylindrische, aus Ziegeln gemauerte und mit ringförmigen Bandeisen umschlossene Schornsteine. Diese waren ursprünglich verputzt. Der linke Ofen hat auf Höhe der Gichtebene ein reich profiliertes Kranzgesims im Gründerzeitstil. Beim rechten Ofen wurde das Gesims einfach ausgeführt.
Die heute nicht mehr erhaltene Gichtglocke bestand aus einem Fülltrichter mit versenkbarem Kegelverschluss. Vom ursprünglich hölzernen Hüttengebäude sind nur noch Auflagenischen für die Balken im Raugemäuer der Öfen erhalten.
Quelle: Kalköfen Stattegg (Wiki)

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