G

gollhamj

Guest
#2
CIA Lager

Hallo,

wozu brauchte der CIA gleich mehrere Waffendepot in der Gegend von Uttendorf, Mauerkirchen, Munderfing. Dort ist absolut nichts los.
Sind die bereits ausgehoben? Wo sind diese Depots gewsesn. Im Wald oder in Häuser?

MfG
gollhamj
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#3
Hier ein Kurzüberblick über die militärischen Planungen/Aktivitäten der westalliierten Besatzungsächte v. 1945 - 1955 (ORF-Bericht aus 2005):
1945: Aufrüstung von Ost und West in Österreich
Eine aktuelle Sammelstudie gibt Einblick in den Aufbau eines (vor den Russen geheim gehaltenen) nationalen Verteidigungs- und Geheimdienstsystems mit Unterstützung der Westalliierten in Zeiten des Kalten Krieges. Es sollte im "Worst Case" eines sowjetischen Übergriffes auf Westeuropa aktiviert werden.

Geheime Waffenbunker: Die Entdeckung 1996
Ins öffentliche Bewusstsein kamen die geheimen Vorbereitungen der Westalliierten gegen einen möglichen russischen Vormarsch in den Westen (wieder) 1996, als zunächst in der Zeitung "The Boston Globe" am 20. Januar 1997 ein Bericht über noch existierende amerikanische Waffendepots der Besatzungszeit veröffentlicht wurde. In der Folge wurden der österreichischen Regierung von amerikanischer Seite die Pläne von 85 US-Waffenlagern übergeben - ohne Hinweis auf den Zweck der Errichtung.

Zweck der Anlagen: Unterstützung von Partisanengruppen
Eine Analyse der Lager und Bestände ließ auf verschiedene zeitlichen Phasen der Einrichtung schließen. Bemerkenswert waren die jeweils geringen Einheiten, die mit diesen Lagern versorgt werden sollten. Immer wieder auffällig waren die großen Sprengstoffmengen. Die Analyse legt nahe, hier die Lager von einheimischen Partisanengruppen zu sehen, die sich von den feindlichen russischen Truppen überrollen lassen und dann hinter "feindlicher Linie" aktiv werden sollten.

Die britischen Waffenlager in Kärnten
In der medialen Aufregung 1996 vergaß man den Parallelfall der rund 20 britischen Waffenlager, die man rund 30/35 Jahre zuvor entdeckt hat und bei denen es in einem Fall auch einen einheimischen "Wartungsbeauftragten" gab. Die ersten britischen Lager galten offensichtlich als Vorsorge gegen ein befürchtetes Übergreifen jugoslawischer Partisanen auf Kärnten. Eine andere Überlegung geht in die Richtung der amerikanischen Waffenlager: Ausrüstung für Spezialtruppen zur Sabotage hinter der Linie, daher auch hier wieder viel Sprengstoff und Kleinfeuerwaffen.

Bunker wurden durch Plünderungen entdeckt
Entdeckt wurden die Bunker, als einige davon 1959 von Einheimischen geplündert wurden und die Plünderer in den gelagerten Uniformstücken auftraten. Nach der Entdeckung der ersten Lager gab der britische Militärattaché die Existenz weiterer Depots zu, man übermittelte die Pläne und bat um unauffällige Räumung und wenig Aufsehen in der Presse. Die nächsten britischen Waffenlager wurden 1965 durch vertrauliche Hinweise von Büchsenmachern entdeckt.

Das Bedrohungsszenario durch Partisanen
Erst langsam und - aufgrund der prekären Archivlage - noch immer unbefriedigend kommt zutage, welche Partisanen- und oft auch Terroristengruppen auf österreichischem Boden nach 1945 tätig waren und ein zusätzliches Bedrohungsszenario boten: nationalukrainische antikommunistische Verbände ("Bendergruppen"; gegen die russischen Truppen gerichtet), Jüdische Untergrundkämpfer für einen eigenen Staat in Palästina (gegen die britischen Truppen gerichtet; erstes Attentat in Österreich: 4.8.1947, Hotel Sacher), jugoslawische antikommunistische Gruppen, sowohl Kroaten und Slowenen (Kreuzzügler, Weißgardisten, Ustascha) als auch Serben (Tschetniks). Hinzu kamen gegen Österreich gerichtete jugoslawische kommunistische (Tito)Partisanen sowie antikommunistische und kommunistische tschechoslowakische Partisanen.

Antikommunistische Partisanen in Ostösterreich
Die neueste Forschung zu den ukrainischen antikommunistischen Verbänden gibt ein klares Bild, dass kleinere Einheiten 1947/48 immer wieder über österreichisches Staatsgebiet in die amerikanische Besatzungszone zu gelangen suchten, um mit deren Unterstützung den Partisanenkampf gegen die Kommunisten fortzusetzen. Das Durchqueren des Gebietes wurde durch wohlwollendes Verhalten der Österreicher oft begünstigt (moderates Auftreten, russenfeindliche Haltung).

Geheimdienstaktivitäten mit amerikanischer Hilfe
Im zweiten Weltkrieg unterstützten die Amerikaner bereits Widerstandsgruppen; bekannt ist die Widerstandsgruppe um Fritz Molden, der ab 1944 zum Verbindungsmann des österreichischen Widerstandes (05) wurde. Die Spionageabwehrtruppe der US-Armee (Counter Intelligence Corps = CIC) kümmerte sich zunächst um die Entnazifizierung, konzentrierte sich dann im Zuge des Kalten Krieges jedoch immer auf die Sowjetmacht. Eine Enttarnung oder vermutete Mitarbeit im amerikanischen Geheimdienst seitens der Russen hatte die Exekution oder jahrelanges Strafflager (GULAG) zur Folge; dennoch lockten im Nachkriegsösterreich die finanziellen Zulagen, die man für Spionage in der russischen Zone im Auftrag der Amerikaner bekam.

Bei Personalmangel auch Nationalsozialisten
Der Mangel an geheimdienstlichem Personal unter den Amerikaner nach der Rückkehr vieler CIC-Mitarbeiter 1945 und 1946 in die Heimat führte zu einem Personalmangel. In der Folge griff man auf diejenigen Leute zurück und rehabilitierte jene, die sich im 2. Weltkrieg diesbezügliche Erfahrungen angeeignet hatten: Ehemalige Mitarbeiter der deutschen militärischen Abwehr, des Sicherheitsdienstes der SS sowie der Gestapo wurden als Informanten und sogar als Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes angeheuert, denn "membership in the SS or participation in questionable war-time activities did not disqualify a person from use as a CIC informant".

Franzosen befestigten die Alpen
Die Franzosen waren diejenige westliche Besatzungsmacht, die von einem drohenden "Überfall" russischer Truppen in den Westen direkt betroffen wären; daher rüstete gerade die französische Besatzungsmacht in Tirol und Vorarlberg die Alpen zu Festungen für Abwehr und Belagerung, während man für das worst case-Szenario seitens der Amerikaner und Briten zunächst eine Räumung Österreichs und Freigabe an den Aggressor plante, um mit vereinten Kräften eine Rückeroberung zu starten. Die Alpen wurden von den Franzosen zur Festung ausgebaut, zugleich aber wurden strategische Punkte wie Brücken und Tunnels von dem französischen Oberkommandierenden, General Béthouart, mit Minenlagern für einen möglichen Rückzug ausgestattet.

Französisches Österreicherkontingent
Ab 1943 haben sich u.a. in Nordafrika mehrere österreichische Emigrantenverbände gebildete, die mit Freiwilligen und Kriegsgefangenen ein Kontingent bildeten, das an der Rückeroberung Österreichs auf französischer Seite mitwirken wollte. Bei der Befreiung Österreichs kam das Kontingent jedoch nicht zum Einsatz. Das Österreicher-Bataillon wurde am 26.9.1945 nach Österreich verlegt (Lager Reichenau, Innsbruck). Es endete mit dem Verbot jeglicher militärischer Betätigung in Österreich durch den alliierten Rat am 10.12.1945.

Die Heeresagenden nach 1945: Demobilisierung
Mit dem Zusammenbruch des Dritten Reiches wurde am 1. Mai 1945 dessen Wehrverfassung außer Kraft gesetzt und ein Heeresamt in der Staatskanzlei zur anstehenden Demobilisierung von rund 1.000.000 Österreicher eingerichtet (Demobilisierungsgesetz: 12.6.1945). Am 22.8.1945 folgte eine Kommission zur Entnazifizierung aller Militärs österreichischer Herkunft, gleichzeitig war ein österreichischer Sicherheitsapparat und ein kleines Heer seitens der Regierung Renner geplant. Es wurde diesbezüglich mit der Errichtung von Heeresamtsstellen in Österreich begonnen. Mit der offiziellen Anerkennung der Regierung Renner am 20.9.1945 wurde allerdings die Wiederaufstellung eines Heeres untersagt; die Demobilisierung war vorrangig. In der Folge wurden die Heeresamtstellen unter strenge Kontrolle der Alliierten gestellt, bis sie am 30.11.1945 aufgelöst und am 10.12.1945 jegliche militärische Tätigkeit untersagt wurde.

B-Gendarmerie wurde zum Vorläufer des Bundesheeres
Die Einstellung der Westalliierten zu einer bewaffneten Heerestruppe sollte sich 1947/48 im Zuge des Kalten Krieges ändern, nicht zuletzt durch Vorfälle wie die kommunistische Machübernahme 1947 in Budapest und 1948 in Prag (die Unterstützung der Gewerkschaftsorganisation um Franz Olah waren u.a. Folgen dieses Umdenkens). Auch die von österreichischer Seite geforderte Bewaffnung gegen mögliche Übergriffe seitens der Kommunisten wurde von den Westalliierten aufgegriffen - durch Aufstockung der Gendarmerie mit Alarmbataillons (mit amerikanischer Bewaffnung und Ausrüstung). Daraus entstand unter Heranziehung von ehemaligem (nicht nationalsozialistisch belastetem) Heerespersonal mit 1.8.1952 die B-Gendarmerie, der Vorläufer des Bundesheeres (nach 1955). Diese Formation und auch die Ausbildung musste vor den Russen streng geheim gehalten werden, die offensichtlich davon erfuhren und in der Wiener Verbindungsstelle intensivere Inspektionen durchführten: "Meldete sich sowjetischer Besuch im Büro des Leiters Emil Liebitzky an, haben dessen Mitarbeiter die Büros auf der Dominikanerbastei zugesperrt und sind spazieren gegangen", wie ein Zeitzeuge berichtet.

Plan gegen einen russischen Übergriff blieb ohne Folgen
Gleichzeitig mit dem Aufbau militärischer Truppen für den Fall der Fälle wurde 1952 an der Erfassung eines Wehraufgebots aus den demobilisierten Soldaten gearbeitet - streng geheim in Zusammenarbeit mit den Westalliierten und auch ohne Wissen der Einzuberufenden. Der ursprüngliche Plan im Fall eines "Worst Case" sah vor, Österreich freizugeben und sich mit diesen Heerestruppen zurückzuziehen und dann von Italien oder Nordafrika aus Österreich zurück zu erobern (während die Franzosen für eine Verteidigung der Alpen - nicht uneigennützig - eintraten). 1952 wurde ein Wehrpotenzial von 115.610-125.613 Mann errechnet, und man begann diese in Evidenzkarten (ohne Berücksichtigung der Invaliden und beruflich Unabkömmlichen) vorzumerken.
Letztlich verliefen die Planungen ohne Ergebnisse; Gründe waren nicht nur die unterschiedliche Auffassung des zu verteidigenden Gebietes (die österreichische Regierung konnte einem völligen Rückzug aus dem Land nichts abgewinnen), sondern auch die Frage der militärischen Führung im Falle eines Einsatzes (Österreich verlangte das geschlossene Auftreten einer [Exil]Armee, keine Eingliederung als Hilfstruppen) und nicht zuletzt die fehlende Ausrüstung.
[18.7.05]
Quelle: http://sciencev1.orf.at/gastgeber/138022.html
 
#4
Die CIA lager wurden ja ausgehoben, aber es wurden vor dem offiziellen " Entsorgen " das ein oder Andere Lager schon früher von Ortsansässigen entdeckt.

Was aber auch wenige wissen:
In Ungarn war vor den Toren Wiens das größte geheime Waffenlager der UdSSR Armee, welches im Ernstfall für genau das vorgesehen war, weswegen man hier die Festen Anlagen und "Igelzonen " einrichtete
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Komárom_Fortress_02.jpg&filetimestamp=20060505093133

Ich kann einen Besuch dort nur empfehlen, einerseits sieht man altes Militärgerät, andererseits wird einem schnell klar, was da an ungeheuren Waffenmengen vor den Toren Wiens gelagert war.
 
Zuletzt bearbeitet:
#6
Hallo,

wozu brauchte der CIA gleich mehrere Waffendepot in der Gegend von Uttendorf, Mauerkirchen, Munderfing. Dort ist absolut nichts los.
Sind die bereits ausgehoben? Wo sind diese Depots gewsesn. Im Wald oder in Häuser?

MfG
gollhamj
Die in der Liste angeführten Lager sind schon alle gehoben, sonst würden jetzt Schatzsucher nach den Lagern graben!
Die Lager die in meiner Gegend waren (5 Stück), lagen alle in einem Waldstück! Bei der Bergung eines der Lager war ich anwesend, war voll interessant was da alles drinnen lag und dass Zivilpersonen auch von der Existenz wussten!
 
M

maggo1981

Guest
#8
Geheime Waffenarsenale der US Army in Österreich

Mitte der 90iger Jahre des vorigen Jahrhunderts wurden einige geheime Arsenale der US Army in Österreich geräumt die die GI´s nach dem ersten Weltkrieg angelegt hatten um einen Aufstand nach einen möglichen Überfall des ehemaligen Ostblockes bzw. Russland zu Organisieren und dem Wiederstand die Bewaffnung zu garantieren.

Hat irgendwer von euch eine Ahnung wo die sich befunden haben?
Hat irgendwer einen solchen Bunker gefunden und fotos gemacht?
Was damals nach der Räumung passiert ist kann ich nicht genaus sagen,gut möglich das das Bh die Bunker zugeschüttet haben.
 
#10
Moin,

Beteiligt waren MI6 und CIA. Richtige Bunker waren es auch nicht. Wenn Dich das Thema interessiert, such mal nach Gladio / Stay behind. Es gibt eine gute Zusammenfassung von Daniele Ganser, Nato - Geheimarmeen in Europa, ISBN 978-3-280-06106-0

Viele Grüße,
Leif
 
M

maggo1981

Guest
#11
Herzlichen Dank für die Antworten!

Das hilft schon mal etwas weiter.
Natürlich war dies ein Fehler meinerseits,Es handelt sich logischerweise um angelegte Arsenale nach dem Zweiten Weltkrieg.
 
#12
Also - ich muss mal meine alten Unterlagen raussuchen. Nach meiner Erinnerung wurde die Liste der Standorte offiziell von der US-Botschaft übergeben. Die Vermessungspunkte orientierten sich an Baulichkeiten oder auch nur an großen Bäumen. Die Angaben waren sehr genau, aber nicht mehr in jedem Fall nachvollziehbar. Sei es, weil eine Straße drüber gebaut wurde oder eine Wasserleitung. Bei diesen Lagern muss man annehmen, dass die Waffen möglicherweise von Bauarbeitern mitgenommen wurde.
Der Großteil wurde aber gefunden und in einer konzertierten Aktion von BMI und BMLV geborgen. Drinnen waren Waffen, wie Rifles, Maschinenpistolen und Pistolen - weiters Sanitätsausrüstung und vor allem viel Sprengstoff.
Die Waffendepots lagen ausschließlich in der ehemaligen US-Zone. Angelegt wurden sie ab 1948 von US-Truppen, die ihre Tätigkeit als Manöver tarnten. Damals waren die Westalliierten wegen der Berlinkrise einerseits, aber auch wegen der noch immer ungeheuren Truppenstärke der Sowjets in ihrer Besatzungszone davon überzeugt, dass die Rote Armee weiter gegen Westen angreifen wird. Die US-Streitkräfte wollten sich bis Spanien zurückziehen, und erst nach dem Anrollen des großen Truppennachschubes den Gegenschlag starten. Zumindest Oberitalien sollte gehalten werden, weil auch über den Hafen Livorno der Truppennachschub kommen sollte. Klar, dass die Franzosen dagegen waren - da wäre die ganze Dampfwalze zweimal durch ihr Land gerollt. Deshalb haben die Franzosen keine Waffenlager angelegt, sondern ihre Zone Tirol mit Verteidigungsanlagen und Sprengkammern zur nachhaltigen Verteidigung eingerichtet.
Aufgrund der vergleichsweise wenigen Handfeuerwaffen und der dagegen sehr großen Sprengstoffmengen nehmen die Analysten des Bundesheeres an, dass seitens der US-Streitkräfte nicht so sehr ein groß angelegter Guerillakrieg geplant war - vielmehr sollten offenbar kleine Trupps im Falle eines sowjetischen Vorstoßes im Hinterland die Kommunikationseinrichtungen und Kommandostellen in die Luft jagen. Der Gladio-Hinweis eines Forumsteilnehmers hat sicher seine Berechtigung.
Wer nun tatsächlich die vorgesehenen Kämpfer waren - Fallschirmjäger, oder Bürger dieses Landes - ist bis heute unklar. Unklar ist auch, wie sie zu den Waffenlagern gekommen wären. Sie lagen in Tiefen bis zu fünf Meter, und ohne Bagger hätte das Freilegen einige Tage gedauert.
Ähnliche Lager gab es auch in der ehemaligen britischen Zone. Die wurden aber schon früher geräumt.

LG - Theurets
 
T

Tomturbo

Guest
#13
Waffendepot der Amerikaner

Meine Frage zu dieser Liste.
Ist diese Liste vollständig oder Fehlen einige Lager.
Weiters zu den Inhalten der Waffenlager.
Sollte das Waffenlager von dem ich Kenntnis erlangt habe mit dem Ortsnamen übereinstimmen stimmt die Ausrüstung nicht-
Den dort wurden Lebensmittel in Konserven sowie Scheinwerfer für einen Behelfsflughafen eingebuddelt.Weiters sollen laut Zeugenaussage einige Maschinenpistolen ausgebuddelt worden sein die in der Liste nicht aufscheinen.


Viele Grüße Tom
 
#14
Hi!
Entschuldige bitte die späte Antwort. Meines Wissens ist die US-amerikanische Liste vollständig. Allerdings konnten nicht mehr alle Lager gefunden werden. Einige wurden offenbar im Zuge von Straßenbauten oder Wasserleitungsverlegungen entdeckt und geplündert.
 
#15
Hallo an alle im Forum, hallo Tom,

Du hast mit Deiner Vermutung teilweise Recht. Die Liste (http://www.unterirdisch-forum.de/forum/attachment.php?attachmentid=11598&d=1258532769) scheint mir von den Standorten her zu stimmen. Allerdings ist die Auflistung der gefundenen Gegenstände unvollständig.
In dieser Liste nicht angeführt sind all jene Gegenstände, die nicht unter die Rubrik Waffen fallen (Proviant, Sanitätsmaterial, Landescheinwerfer usw...).

Abgesehen davon - aber ich könnte mich auch nach der langen Zeit täuschen - sind die Waffen auch nicht zu 100% korrekt aufgelistet. Meines Wissens war z.B. in Munderfing sehr wohl ein MG bzw. auch ein paar PAR´s dabei. Auch bilde mich mir ein, dass wir damals in Stadlkirchen bei Dietach Handgranaten ausgegraben hatten. Sicher bin ich mir nur nach der langen Zeit nicht mehr ganz.

Ich war damals als Zeitsoldat eingeteilt, mit meiner Pionierkompanie einige der Lager auf dieser Liste auszugraben. Also: Wenn Du noch fragen hast, melde Dich einfach bei mir.

lg
Mathias
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#16
Kärnten: Auf der Spur der geheimen Waffenlager...

Auf der Spur der geheimen Waffenlager

Als die Besatzungstruppen 1955 aus Österreich abzogen, haben sie auch geheime Waffenlager zurückgelassen. Ein letztes wurde vor kurzem in Wien entdeckt. In Kärnten soll es 19 der geheimen Waffendepots gegeben haben.

Pistolen, Karabiner, Maschinenpistolen, Sprengstoff und Lebensmittel befanden sich in den Lagern. Die geheimen Waffenlager des britischen Geheimdienstes sollten zum Einsatz kommen, falls fremde Truppen in Österreich einmarschieren. So genannte Überrollkommandos sollten mit diesen Waffen von hinten angreifen.

In Kärnten legte der britische Geheimdienst 19 Waffendepots an, in Guttaring zum Beispiel oder in Windisch Bleiberg in einem ehemaligen Bergwerksstollen. Die meisten wurden später geplündert oder offiziell ausgeräumt. Spuren davon gibt es aber noch immer zu finden.

"Das ganze Tal wusste davon“
Das Gebiet bei Ferlach nahe der jugoslawischen Grenze war nach dem Zweiten Weltkrieg Sperrgebiet, erinnert sich Zeitzeuge Rainer Adamik. Und genau hier bei Windisch Bleiberg haben die Briten schon bald nach Kriegsende eines der ersten Depots angelegt. Sehr geheim konnte es allerdings nicht bleiben. „Das ganze Tal wusste davon, als 1946 die ganzen Waffen und Lebensmittel dafür geliefert wurden“, sagt Adamik.

Immer wieder tauchten in den 1960-er Jahren in der Schule für Büchsenmacher in Ferlach britische Waffen auf. Wer die Waffen aus dem ehemaligen Lager holte, das weiß man heute nicht mehr. 1965 wurde es dann amtlich, die Gendarmerie erfuhr von dem Lager und stellte fest, dass schon so manches fehlte. Das Waffenlager, eine Vorbereitung auf einen dritten Weltkrieg, wurde dann nach und nach ausgeräumt, die Waffen vom Bundesheer vernichtet. „Die Gendarmerie wiederum erfuhr das aus einer Gasthaus-Rederei“, erzählt Adamik.

Standorte wurden schließlich bekannt gegeben
Schon bald danach gaben die Briten den Österreichern die Standorte der Lager bekannt. Auch die USA haben Waffenlager angelegt, erst in den 1990-er Jahren wurden die Standorte bekannt gegeben.

Das es noch weitere versteckte Depots der Briten gibt, bezweifelt Historiker Thomas Riegler: „Laut unseren Aufzeichnungen sollten alle Lager lokalisiert sein.“ Nicht lokalisiert seien hingegen alle der so genannten „Überlebenden-Lager“. Diese sehr kleinen Lager bestanden nur aus einer Flasche Cognac und einer Pistole.
Text u. Bild: http://kaernten.orf.at/news/stories/2757165/

Bildtext ORF: In diesem Bergwerksstollen in Windisch Bleiberg befand sich ein geheimes Waffenlager
 

Anhänge

Oben