Freilichtmuseen, Museumsdörfer und historische Landtechnik in Österreich

typ180

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Hallo Michi! Echt Super DANKE für die tollen Bilder - 2€ ? Hoffe da war wo eine Spendenbox :) Was bekommt man heute noch um das Geld! Die Erhaltung ist ja auch gegeben!
LG - Gerhard Typ180
 

josef

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Filmprojektor aus dem Dorfmuseum Mönchhof
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Die Zeit der Dorfkinos ist lange vorbei. Kaum etwas ist von diesen Kinos geblieben, allerdings kann man in der Jubiläumsausstellung auf Burg Schlaining den alten Filmprojektor des Dorfkinos Mönchhof besichtigen und in Erinnerungen schwelgen.
Online seit heute, 19.32 Uhr
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Auf einem Fuß aus Gusseisen steht der, in den 1940er Jahren gebaute, Filmprojektor auf Burg Schlaining. Die Filmrollen wurden per Hand abgespult, das notwendige Licht lieferten Kohlebogenlampen – nicht ganz ungefährlich, wie sich Josef Haubenwallner vom Dorfmuseum Mönchhof erinnert. Er hat den Projektor für die Jubiläumsaustellung zur Verfügung gestellt.

Fotostrecke mit 6 Bildern
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„Da kann man jederzeit noch darauf spielen, der geht noch mit Kohlenlampen. Dem Gerät fehlt eigentlich nichts. Die Brandgefahr war früher schon sehr groß. Man hat immer aufgepasst, der Projektor hatte sogar eine Kühlung. Man hat aber immer geschaut, dass man einen Feuerlöscher in der Nähe gehabt hat“, erinnert sich Haubenwallner.

Das Dorfkino in Mönchhof (Bezirk Neusiedl am See) hat 1976 zugesperrt. Der Hartnäckigkeit und dem Fleiß Josef Haubenwallners ist es zu verdanken, dass in seinem Dorfmuseum das Kino originalgetreu wieder aufgebaut worden ist – mit dem gleichen Filmprojektor wie er auf Burg Schlaining zu sehen ist – und der auch tatsächlich noch funktioniert.

Mit der Zeit wurden die alten Projektoren durch neuere, modernere Geräte ersetzt, freilich – den Dorfkinos hat das wenig genützt, denn spätestens Mitte der 1970 Jahre wurde eines nach dem anderen zugesperrt – im Dorfmuseum Mönchhof bleibt zumindest die Erinnerung daran.
02.06.2022, red, burgenland.ORF.at
Der Filmprojektor von Mönchhof
 

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Rundes Jubiläum für Kärntner Freilichtmuseum Maria Saal
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Heuer feiert das Kärntner Freilichtmuseum in Maria Saal sein 50-jähriges Bestehen. Die ältesten Gebäude Kärntens wurden im ganzen Land gesammelt und Stück für Stück neu aufgebaut. Heute wäre so ein Museum nicht mehr aufzustellen, weil es die Gebäude gar nicht mehr gibt.
Im Kärntner Freilichtmuseum kann man schon seit vielen Jahren Geschichte hautnah erleben. In zahlreichen bäuerlichen Haus- und Hofformen bekommt man Einblick, wie das Leben dort früher einmal war.
LMK
Es gibt immer wieder Workshops und Kursee im Museum

Idee aus Skandinavien
Die Idee des Freilichtmuseums stammt aus dem skandinavischen Raum, sagte Rudolf Planton, der Obmann des Vereins Freilichtmuseum: „In Dänemark oder Schweden hat es solche Freilichtmuseen bereits gegeben und das haben Volkskulturinteressierte in Kärnten aufgenommen und schon in den 1920er und 1930er Jahren versucht, diese Idee zu verfolgen.“

Durch den Ankauf des heute ältesten Hauses, des Bodner-Hauses in den 30er Jahren, seien die Pläne nach schwierigen Jahren in Umsetzung gekommen, sagte Planton: „Das war der Grundstein für die Gründung des Freilichtmuseums. Dieses Haus wurde 1952 am Kreuzbergl aufgestellt. Durch die Siedlungsentwicklung war rasch zu wenig Platz. In den 60er Jahren übersiedelte das Haus dann nach Maria Saal. 1972 wurde das Freilichtmuseum eröffnet.“
Johann JaritzCC BY 3.0T
raditioneller Kräutergarten im Freilichtmuseum

Objekte heute kaum mehr zu finden
Das Museum beherbergt heute 38 museale Objekte wie Gehöfte, Troadkästen, Schmieden, Stadl und Bauernhäuser. „Man taucht in die Geschichte der bäuerlichen Kultur ein und kann erleben, wie die Menschen damals gebaut, gelebt und gewirtschaftet haben.“ Gebäude wie die ausgestellten waren in den 50er und 60er Jahren noch gut zu finden, sagte Planton, „heute ist das schon viel schwerer, solche Blockhäuser in einen guten Zustand zu finden“. Im Freilichtmuseum sind nun Gehöfte aus fast allen Tälern Kärntens zu finden.

Heimo Schinnerl, wissenschaftlicher Beirat des Vereins Freilichtmuseum Leiter der Abteilung Volkskunde des Landesmuseums Kärnten, sagte, der Bestand des Museums wäre in der jetzigen Zeit nicht mehr einrichtbar, weil es ihn so nicht mehr gebe. „Sie sind im Land ersetzt worden durch Neubeuten. Daher hat unser Freilichtmuseum einen besonderen Stellenwert. Es zeigt eine bäuerliche Geschichte der letzten sechs Jahrhunderte.“
Johann Jaritz
Der Bodner-Hof ist das älteste Gebäude des Museums

Bodner-Hof aus 1470
Der Bodner-Hof bildet den Kern des Museums. Es gebe neue Erkenntnisse, wonach der Hof auf das Jahr 1470 zurückgehe und damit das älteste Gebäude im Museum sei, so Schinnerl. Man arbeite mit der Universität für Bodenkultur und dem Holztechnologischen Institut zusammen: „Da gibt es eine Methode, die in der Kunstgeschichte gang und gäbe ist, die Dendrodatierung, gemessen an den Jahresringen der Bäume. Wir haben im Rahmen einer Masterarbeit eine solche in den Jahren 21017 und 2018 durchgeführt, 2020 gab es eine Nachdatierung. Die Ergebnisse zeigten, dass wir bei uns ältesten Baubestand bei den Gebäuden haben.“
Johann JaritzCC BY 3.0
Troadkasten

Es sei sensationell, dass man die ältesten Gebäudestrukturen des Landes hier habe und auch bemerkenswert, dass die Vorgänger bei der Museumsleitung mit so weiser Voraussicht gearbeitet hatten, so Schinnerl.
24.08.2022, red, kaernten.ORF.at

Link:
Rundes Jubiläum für Freilichtmuseum
 

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Weinviertler Museumsdorf Niedersulz: Das Dorfleben um 1900 selbst ausprobieren
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Das Weinviertler Museumsdorf Niedersulz ist in die neue Saison gestartet, seit dem Wochenende hat es wieder täglich geöffnet. Neu ist heuer das „Haus zum Ausprobieren“, wo man das Leben in einem Weinviertler Dorf um 1900 testen kann.
Online seit heute, 17.18 Uhr
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Wie fühlt es sich an auf einer Strohmatratze zu liegen? Wie stopft man Socken und wie ist es, wenn nur eine Kerze im Haus Licht spendet? Das alles können Besucherinnen und Besucher ab 15. April im neuen „Haus zum Ausprobieren“ im Museumsdorf Niedersulz – wie der Name schon sagt – ausprobieren.

Was normalerweise im Museum verpönt ist – angreifen und ausprobieren – ist im neu eingerichteten Haus ausdrücklich erwünscht. „Die unterschiedlichen Arbeiten geben einen kleinen Einblick in die zahlreichen Aufgaben und die Lebensumstände in einem Weinviertler Dorf um 1900“, heißt es vom Museumsdorf.

Roman Jandl
Eine alte Fassbinderei im Museumsdorf Niedersulz

Zum Erleben lädt auch wieder das Vermittlungsformat „Alltag im Dorf – Wie war das damals?“ ein – jeden Samstag, Sonn- und Feiertag ab 13.00 Uhr in den Häusern, Höfen und Werkstätten des Museumsdorfes. Altes Handwerk, traditionelle Bräuche und der arbeitsintensive Alltag werden thematisiert.

Arbeit, Hygiene und Handwerk anno dazumal
Sattler, Schuster und Wagner demonstrieren alte Handwerkstechniken, Kulturvermittlerinnen und -vermittler erzählen von den Heiligen der Bauernfamilien, dem Arbeitsalltag der Tagelöhner oder der Hygiene anno dazumal. Arbeiten im Dorf, wie die Holzarbeit, das Wäschewaschen und der Schulunterricht werden vorgezeigt und können hautnah erlebt werden.

Neben dem täglichen Programm stehen in dieser Saison auch verschiedene Veranstaltungen am Kalender. Beim traditionellen Pflanzenmarkt am 29. April können biologisch gezogene Raritäten aus dem Museumsdorf und der Region erworben werden. Stimmungsvoll wird es beim Kellergassenfest am 13. und 14. Mai. Beim Kinderalltag anno dazumal am 4. Juni und beim Kinder- und Spielefest am 2. Juli stehen die jüngsten Besucher und Besucherinnen im Mittelpunkt.,

Nadja Meister
Das Bürgermeisterhaus im Museumsdorf Niedersulz

Der Naturgartentag am 2. September zeigt frühherbstliche Blütenpracht und einen Pflanzen- und Kunsthandwerksmarkt. Beim Dirndlgwandsonntag am 10. September gibt es eine Feldmesse mit anschließendem Frühschoppen und – neu – eine Trachtenschau zu erleben. Tierisch wird es bei der Veranstaltung namens Pferdekraft am 30. September. Dieser Tag ist der umfangreichen Rolle des Pferdes in der Landarbeit anno dazumal gewidmet.
Zum Nationalfeiertag am 26. Oktober hat das Weinviertler Museumsdorf Niedersulz eine neue Veranstaltung konzipiert: Mit „Dörfliches Frauenleben“ soll speziell die Arbeit von Frauen in den Fokus gerückt werden. Dabei steht nicht nur die umfassende Arbeit in Heim und Hof, sondern auch in der Landwirtschaft und beim Handwerk im Mittelpunkt.
10.04.2023, red, noe.ORF.at

Link:
Das Dorfleben um 1900 selbst ausprobieren
 

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Heimatmuseum mit viel Herz
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Wer ein altes Eltern- oder Bauernhaus übernimmt, renoviert es meistens, um darin zu wohnen. Irmgard Walkam aus Lavamünd hatte hingegen vor über 40 Jahren eine andere Idee: Sie übernahm Haus samt Hof und machte daraus ein Museum für alle, das Lorenzenberger Heimatmuseum.
Online seit heute, 7.51 Uhr
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Im Lorenzenberger Heimatsmuseum können Besucher eine Vielzahl von gesammelten Gegenständen aus der Vergangenheit sehen. Das Museum ist mittlerweile im ganzen Haus, dem Stadel und der Garage untergebracht. Zu sehen gibt es landwirtschaftliche Geräte, Haushaltsgegenstände, Kleidung von früher, Gebetsbücher, Rosenkränze, Bücher, alte Schultaschen und vieles mehr.

Joe Kohlhofer/ORF
Irmgard Walkam

„Wir konnten nichts wegschmeißen“
Irmgard Walkam möchte das Wissen über das frühere Leben und die Landwirtschaft an die Jugend weitergeben. Besonders stolz ist sie auf einen originalen Kärntneranzug und eine Unterhose aus dem Jahr 1900. Über die Anfänge ihres Museums erzählt Walkam: „Wir sind bescheiden aufgewachsen. Wir konnten nichts wegschmeißen. Es war alles zu schade und dann habe ich angefangen, einfach zu sammeln. Meine Eltern sind nachher zur Mamas Mutter gezogen und dann war das Zimmer leer. Und das war der Ursprung. Ich musste Leben ins Zimmer bringen. Verschiedenes habe ich von den Nachbarn bekommen und meine Verwandtschaften haben mir einfach die Sachen gegeben. Und dann ist es immer mehr geworden.“

Fotostrecke
Joe Kohlhofer/ORF
Joe Kohlhofer/ORF
Joe Kohlhofer/ORF
Joe Kohlhofer/ORF
Joe Kohlhofer/ORF
Joe Kohlhofer/ORF
Joe Kohlhofer/ORF
Joe Kohlhofer/ORF
Joe Kohlhofer/ORF
Joe Kohlhofer/ORF

Joe Kohlhofer/ORF

Joe Kohlhofer/OR

FJoe Kohlhofer/ORF

Zunächst ließ sie nur ihre Verwandten ins Haus, um sich die alten Raritäten und Gegenstände anzuschauen. Ein ehemaliger Gendarm besuchte sie schließlich und sagte, sie solle alle Leute in ihr Museum lassen: „Es war schon eine schwere Überwindung. Du bist Bergbäuerin, du hast gar keine Ahnung vom Erzählen.“ Sie möchte der jungen Generation erzählen, wie die Menschen früher gewohnt und gearbeitet haben: „Ich bin so glücklich, wenn ich das der Jugend weitergeben kann.“

„Alles ist vertreten“
Zu sehen gibt es bei Irmgard Walkam so Einiges: „Es ist von Haushalt angefangen bis zu den landwirtschaftlichen Geräten vieles vertreten. Dann hab ich viele Sammlungen, Gebetsbuch-Sammlung, die Rosenkranz-Sammlung und die Büchersammlung mit auch sehr vielen Lesebüchern bis hin zu den alten Schultaschen. Ich habe sogar einen uralten Schlitten. Also es ist wirklich alles vertreten.“ Auch ihre Knöpfe-Sammlung kann sich sehen lassen. Wie viele es sind, weiß sie gar nicht. Besonders stolz ist Walkam auf die Gebetsbuch-Sammlung. Das älteste Gebetsbuch stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Wer rastet, der rostet, daher kümmert sich Walkam auch noch um ihre Blumenpracht rund um ihren Hof. Wer ihr Museum besuchen möchte, kann dies von April bis Ende Oktober gegen Voranmeldung machen:
Lorenzenberger Heimatmuseum, Lorenzenberg 15, 9473 Lavamünd. Tel.: +43(0)4356 2171 oder +43(0)664 3232753.
30.09.2023, red, kaernten.ORF.at
Heimatmuseum mit viel Herz
 

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Burgenland: Saisonstart im Freilichtmuseum Gerersdorf
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Nach der Winterpause wird das Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf am Gründonnerstag wieder geöffnet. Im Vorjahr besuchten 10.600 Menschen die jahrhundertealten Gebäude, sowie Ausstellungen, Konzerte und Kreativkurse. Heuer hat das Museum einige Neuerungen zu bieten.
Online seit gestern 27.03.2024, 15.10 Uhr (Update: gestern, 16.02 Uhr)
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Was den Besucherinnen und Besuchern auf den ersten Blick ins Auge fällt sind die neuen Strohdächer: Sechs strohgedeckte Häuser konnten durch Förderungen von Land, Bund, EU und Denkmalamt erneuert werden – darunter ein Haus aus Tschanigraben, aus dem frühen 18. Jahrhundert, mit Rauchküche und gestampften Lehmboden. Man habe ein paar Häuser gehabt, die privat genutzt worden und nicht für die Öffentlichkeit zugänglich gewesen seien, erklärte Museumsleiterin Eveline Kisser. Diese Häuser seien erstmalig dazugekommen, dazu gehöre eben auch dieses schöne Wohnhaus aus Tschanigraben.

Fotostrecke
Dominik Bauer
Wohnhaus aus Tschanigraben (noch mit dem alten Dach)
Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf
Kellerstöckl aus Postrum-Bergen

Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf
Kitting (bäuerlicher Speicherbau) aus Unterschützen

27.03.24 Saisonstart Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf
Kreuzstadel aus Großmürbisch

Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf
Glockenturm und Wohnhaus aus Kroatisch Tschantschendorf (Archivfoto)

Lebendiges Museum
Das Ensemble Gerersdorf ist ein lebendiges Museum – mit Führungen, Handwerkskursen und einem Museumstag für Kinder. Neben vier verschiedenen Kunstausstellungen zeigt Museumsleiter Gerhard Kisser auch alte Werbesujets und Flaschen des Güssinger Mineralwassers. Es handle sich dabei um die ganzen Gebinde seit 1805, als Heilwasser erstmalig abgefüllt worden sei – damals noch in Tonflaschen.

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Strohgedecktes Haus im Freilichtmuseum - Ensemble Gerersdorf (Archiv)

Konzerte und „Herr Karl“
Vermehrt werden heuer Jazz- und Blues-Konzerte angeboten und drei Veranstaltungen des Güssinger Kultursommers, zum Beispiel Andreas Vitaseks „Herr Karl“. Das Freilichtmuseum Ensemble Geresdorf ist bis zum 11. November täglich geöffnet.
28.01.2024, red, burgenland.ORF.at
Saisonstart im Freilichtmuseum Gerersdorf
 

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Dampflok für Dorfmuseum Mönchhof
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Transport von 41-Tonnen-Lok nach Mönchhof
Das Dorfmuseum Mönchhof ist um eine Attraktion reicher. Der Gründer des Museums, Josef Haubenwallner, hat eine Lokomotive, die bis in die 1970er-Jahre zwischen Pamhagen und Neusiedl Menschen und Güter transportiert hat, in sein Bahnmuseum transportieren lassen.
Online seit heute, 5.35 Uhr
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Die Lokomotive der Raaber Bahn war bis vor kurzem auf einem öffentlichen Platz beim Gemeindeamt in Rohrbach bei Mattersburg aufgebaut. Die Lok war Teil der Neusiedler Seebahn und wichtig für die Wirtschaft des Seewinkels.

Nach 32 Jahren reiste sie per Tieflader nach Mönchhof. Der Gründer des Museums, Josef Haubenwallner, präsentiert sie nun im Bahnhofsmuseum. Die Lok war tatsächlich früher zwischen Pamhagen und Neusiedl unterwegs. „Das war mir ein riesen Anliegen sie zurückzuholen, wo sie gefahren ist.“ Menschen und Güter wurden laut Haubenwallner mit dieser Lok bis in die 1970er-Jahre transportiert.

Fotostrecke
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Transport als Herausforderung
41 Tonnen wiegt die Lokomotive, der Transport war eine Herausforderung, erklärt Lukas Schneider von der Kran- und Transportfirma Kampel: „Im Einsatz waren zwei Kräne, zusätzlich etliche Lkw.“ Die Lokomotive wird dem Museum laut Haubenwallner von der Raaber Bahn zur Verfügung gestellt, die Kosten für den Transport und die baulichen Maßnahmen im Museum werden etwa 25.000 bis 30.000 Euro betragen. In drei Wochen wird die 123-er Lok in Mönchhof zu besichtigen sein. Kommendes Jahr wird die Lok 100 Jahre alt, Haubenwallner plant bereits ein würdiges Fest.
11.06.2024, red, burgenland.ORF.at
Transport von 41-Tonnen-Lok nach Mönchhof
 

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Freilichtmuseum in Großgmain
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Wenn man an einem Tag im gesamten Salzburger Land urlauben möchte, dann tut man gut daran, ins Freilichtmuseum nach Großgmain (Flachgau) zu fahren. Dort findet man alle fünf Salzburger Landesteile: den Flachgau, Tennengau, Pongau und den Pinzgau bis in den Lungau.
Online seit gestern, 18.00 Uhr (Update: gestern, 8.13 Uhr)
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Das landschaftlich abwechslungsreiche Museumsareal ist rund 50 Hektar groß, liegt in einem Natur- und Pflanzenschutzgebiet und wird von der Kulisse des Untersberggebirges überragt.

Mit dem Aufbau der Häuser wurde 1979 begonnen, 1984 wurde das Museum mit damals 22 Objekten eröffnet. Mittlerweile umfasst es über hundert Bauten aus Landwirtschaft, Handwerk und ländlichem Gewerbe – darunter komplette Bauerngehöfte, Handwerkerhäuser, Almhütten, Krämerei, Brauerei, E-Werk, Dorfschule, Schmiede, Mühlen, Sägewerk, Kapellen, das Museumsgasthaus und anderes mehr. Das älteste Objekt im Museum stammt aus dem Jahr 1442. Die Errichtung des ältesten Wohnhauses lässt sich auf die Zeit von 1481/82 datieren.

Fotostrecke
Salzburger Freilichtmuseum
Einer der vielen schönen Bauernhöfe im Freilichtmuseum
Salzburger Freilichtmuseum
Abgetragen und wieder aufgebaut

Salzburger Freilichtmuseum
Sillbauernhaus aus Adnet (Tennengau) verkörpert den Typ des Tennengauer Einhofes, wobei der Stall direkt an den Wohnteil anschließt

Salzburger Freilichtmuseum
Hasenhochalmhütte in Weißbach bei Lofer/Kallbrunnalm von 1738: Ein so genannter „Rundumkaser“, eine Besonderheit des Berchtesgadener Landes. Der Kaser ist der Raum in der Mitte, in dem geschlafen, Käse und die Butter hergestellt, gekocht und gegessen wurde. Rundherum befindet sich der Stallbereich.

Salzburger Freilichtmuseum
Eine alte Stube

Salzburger Freilichtmuseum
Semel-Kasten aus Lessach/Zoitzach aus dem 18. Jahrhundert: Zeigt die bei den Lungauer Speicherbauten besonders sorgfältige Verzinkung der Blockwand. In den Getreidetruhen bewahrte man Roggen, Gerste, Hafer auf, zuweilen auch Weizen, Grieß und Mehl

Salzburger Freilichtmuseum
Gepflegt und geschützt und immer einen Besuch wert

Salzburger Freilichtmuseum
Hinterseemühle aus dem Flachgau ist im Blockbau gezimmert und hat ein steiles, mit Scharschindeln gedecktes Schopfdach, das bis über das Mühlrad reicht

Nostalgie – von der Eisenbahn bis zur Kramerei
Wer nicht alles zu Fuß erwandern möchte, kann das Museum mit der Eisenbahn erleben. Sie durchfährt das Gelände auf einer Strecke von 1,7 Kilometern. Eine Fahrt vom Bahnhof „Flachgau“ beim Museumseingang bis zur Endstation „Pongau“ und retour dauert etwa 30 Minuten. Von der Mittelstation „Tennengau“ gelangt man dann auch zum Museumsgasthaus „Salettl“.

Ein Gefühl von Heimat
Man fühlt sich in eine andere, längst vergangene Zeit versetzt. Kann nachempfinden, wie einfach und klar, aber auch entbehrungsreich das Leben der Vorfahren war. Versteht ein bisschen bessern, wie das Aufwachsen vor 100 Jahren gewesen sein muss – vielleicht auf einem Bauernhof im Oberpinzgau.

Das Rattern der Motoren von historischen Traktoren und der Geruch in den kühlen steingemauerten Häusern und in den Erdkellern sorgen für viele Bilder im Kopf. Am Ende schaut man – wie immer – in die Krämerei, den Kramerladen. Und belohnt sich und die Kinder mit den „alten“ Süßigkeiten aus der eigenen Kindheit. Die noch immer so gut schmecken wie damals. Die Öffnungszeiten der Krämerei sind immer von 10.00 bis 18.00 Uhr.

Hinweis: Die Bahn ist von 9.00 bis 17.00 Uhr durchgehend in Betrieb, die Benützung der Bahn ist im Eintrittspreis inbegriffen. Barrierefreier Zugang ist immer im letzten Waggon möglich.
Hunde müssen bei der Fahrt mit der Museumsbahn einen Beißkorb tragen.
08.07.2024, red, salzburg.ORF.at

Link:
Freilichtmuseum
Siehe dazu auch die Beiträge #2 - #4 "Salzburger Freilichtmuseum Großgmain - Teil 1 - 3"

Freilichtmuseum in Großgmain
 
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