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Mann aus den Bergen
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josef

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Hallo Martin;

Die Schienen gingen glaube ich von einer Weiche welche sich zwischen Helmahof und Strasshof befand in einem Bogen neben die Rollbahn, und endeten dort ca.wo das Werk von Fischerbrot Steht,die lagen dorten noch vor etwa 25 Jahren.
Den ehemaligen verlauf kann man noch sehen und zwar von Deutsch Wagram kommend auf der höhe wo man zum Forstinger,Fischerbrot abbiegt kann man an der B8 noch den verlauf sehen dorten ist der Asphalt aufgebrochen.

LG Harry

PS: Habe noch ein Foto gefunden,daß ich vor kurzem machte,falls ich ein weiteres Bild finde wo ma die Schienen sehen kann,werde ich es hier einstellen sind dort früher mit 15 16 Jahren Motorgross gefahren da lagen sie noch.
Lieber Harald!

Ich muß dir leider widersprechen. Der Gleisanschluß ging genau durch die Weidl Bau GmbH.

h. G. Gerhard
 

josef

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ORF-Beitrag 15.11.2017:

Vergessener Flughafen in Deutsch-Wagram
Zwischen Deutsch-Wagram, Strasshof und Markgrafneusiedl (alle Bezirk Gänserndorf) befand sich einst ein militärischer Flughafen. Im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Wehrmacht errichtet, verschwindet er mittlerweile langsam.

Das Flugfeld zwischen Strasshof, Deutsch-Wagram und Markgrafneusiedl war einst mehrere Kilometer lang. Deshalb gab es das Gerücht, dass vom streng geheimen Flugfeld der Nationalsozialisten Düsenflugzeuge starten sollten. Die heute bekannten Fakten sagen aber anderes. „Das Flugfeld wurde 1940/41 angelegt und diente ursprünglich als Schulungsflughafen. Es war eine Außenstelle des Flughafens Tulln, hier wurden Ausbildungsflüge vom Fliegerkorps absolviert“, so Heimatforscher Manfred Gross.


ORF
Das Flugfeld war ursprünglich für Schulungen vorgesehen

2.500 russische Soldaten am Flugplatz
Zu Kriegsende zerstörten die Nationalsozialisten die Piste und die Gebäude, die Sowjetarmee richtete das Flugfeld und die Baracken allerdings wieder her. 2.500 russische Soldaten sollen sich hier aufgehalten haben. „Das war Sperrgebiet, es wurde peinlich genau bewacht. Es hat eine ganze Kompanie Soldaten gegeben, die nur für die Bewachung zuständig war“, erinnert sich Zeitzeuge Werner Wach.

Wach war in den 1950er Jahren ein unternehmungslustiger Jugendlicher und das verwaiste ehemalige Flugfeld ein gefährlicher Abenteuerspielplatz. „Wie die Russen weg waren, war das für uns Buben ein Eldorado. Wir haben natürlich dort herumgestöbert und irgendetwas haben wir immer gefunden.“


Manfred Gross
Russische Soldaten hatten den Flughafen bewacht

Tief im Wald bei Deutsch-Wagram gibt es auch noch verbliebene Gebäudeteile. Die Mauerreste deuten darauf hin, dass hier eine Schießanlage war. „Es gibt aber auch eine andere These, dass hier Flugzeuge eingestellt worden sind, dass es eigentlich Flugzeughangars waren. Ein Dach war deswegen nicht vorhanden, weil sie nur mit Tarnnetzen abgedeckt waren“, erklärt Manfred Gross.

1956 begann man mit den Überlegungen, den Flugplatz für die Zivilluftfahrt herzurichten, um Schwechat zu entlasten, doch der Widerstand der Anrainer war groß. Man entschied sich schließlich dafür, Schwechat auszubauen, das Flugfeld bei Deutsch-Wagram geriet in Vergessenheit.


ORF
Die Mauerreste könnten Teile eines Flugzeughangars gewesen sein

In den 1970er Jahren wurden hier stattdessen Autostunts veranstaltet, eine Forschungsgesellschaft wollte Raketen starten lassen, Generationen von Fahrschülern benutzten die Rollbahn für Übungsfahrten. Heute entsteht auf dem Areal ein ausgedehntes Gewerbegebiet. Mit der geplante Marchfeld-Schnellstraße werden zudem die letzten Spuren der Piste wohl verschwinden.

Publiziert am 15.11.2017
http://noe.orf.at/news/stories/2878444/
 

josef

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Anmerkung zum ORF-Bericht:
Das Flugfeld zwischen Strasshof, Deutsch-Wagram und Markgrafneusiedl war einst mehrere Kilometer lang. Deshalb gab es das Gerücht, dass vom streng geheimen Flugfeld der Nationalsozialisten Düsenflugzeuge starten sollten. Die heute bekannten Fakten sagen aber anderes. „Das Flugfeld wurde 1940/41 angelegt und diente ursprünglich als Schulungsflughafen. Es war eine Außenstelle des Flughafens Tulln, hier wurden Ausbildungsflüge vom Fliegerkorps absolviert“, so Heimatforscher Manfred Gross.
Betreffend Anmerkung über "Gerücht zu Düsenflugzeugen" irrt der gute Heimatforscher!
Lt. Befehl OKL Gen.Qu. (Abt.Lw.Bod.Org.II) vom 20. Dezember 1944 wurde der Platz in das sogenannte "Silberproramm" aufgenommen! Das waren 95 Flugplätze im damaligen Reichsgebiet, die speziell für den Einsatz von Düsenjägern (-> damals "Strahlflugzeuge"...) ausgebaut werden sollten.
In der Anlage zum Befehl stand für Deutsch-Wagram: Fertigstellung als Großflugplatz mit Startbahn 3.000 x 60 m.
Quelle: Jürgen Zapf; "Flugplätze der Luftwaffe 1934-1945 - und was davon übrig blieb"

Weiters ist dort unter Deutsch-Wagram zu lesen:
Als die Rote Armee am 10./11. April 1945 den Flugplatzbereich besetzte, war die Startbahn fast in voller Länge betoniert, der Untergrund der Rollwege vorbereitet und mit dem Bau von mindestens 16 splittersicheren Betonhallen begonnen worden...
 

josef

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Bekam vorhin einen Hinweis (-> Unterhaltungen), dass die meisten Links in diesem Thread nicht funktionieren...

Das ist die Folge der Software-Umstellung im Frühjahr, bei der die Verlinkungen von alten Beiträgen "nicht mitgenommen" wurden und ist hinlänglich bekannt! Wenn der "meckernde" User ALLE Threads bzw. Beiträge nach der Umstellung durchgelesen hätte, wäre er sicherlich auf die mehrmaligen Hinweise auf dieses Problem bzw. die pragmatische Lösung gestoßen!

Also nochmals, die Lösung sieht so aus, dass ich beim Erkennen solcher Links mit Fehlerhinweisen versuche, diese zu reparieren! Habe schon viel Zeit damit verbracht, solche Verlinkungen wiederherzustellen und werde dies auch weiterhin praktizieren. Habe aber auch "ein Leben außerhalb des Forums" und es wird, wie im gegenständlichen Fall bei einem Thread mit fast 150 Beiträgen, sicher etwas länger dauern!

In diesem Sinne...
lg
josef
 
Zitat: "Die Mauerreste könnten Teile eines Flugzeughangars gewesen sein"
Auch hier irrt der Heimatforscher. Das sind eindeutig die Reste der Einschießanlage. Der Bau der 16 splittersicheren Betonhallen kann ich mir nur schwer vorstellen. Es ist diesbezüglich weder auf den alten Luftbildern noch heute in der Landschaft etwas erkennbar.

lg

Cerberus9
 
Anmerkung zum ORF-Bericht:

Betreffend Anmerkung über "Gerücht zu Düsenflugzeugen" irrt der gute Heimatforscher!
Lt. Befehl OKL Gen.Qu. (Abt.Lw.Bod.Org.II) vom 20. Dezember 1944 wurde der Platz in das sogenannte "Silberproramm" aufgenommen! Das waren 95 Flugplätze im damaligen Reichsgebiet, die speziell für den Einsatz von Düsenjägern (-> damals "Strahlflugzeuge"...) ausgebaut werden sollten.
In der Anlage zum Befehl stand für Deutsch-Wagram: Fertigstellung als Großflugplatz mit Startbahn 3.000 x 60 m.
Quelle: Jürgen Zapf; "Flugplätze der Luftwaffe 1934-1945 - und was davon übrig blieb"

Weiters ist dort unter Deutsch-Wagram zu lesen:
Hallo ich wollte mir gestern mit meinen Sohn das Flugfeld und Reste anschauen, doch leider wussten wir nicht genau im welchen Wald das liegt. Links vom Gewerbepark oder rechts. Könnten Sie mir dabei helfen?
 

Bunker Ratte

Well-Known Member
Hallo ich wollte mir gestern mit meinen Sohn das Flugfeld und Reste anschauen, doch leider wussten wir nicht genau im welchen Wald das liegt. Links vom Gewerbepark oder rechts. Könnten Sie mir dabei helfen?
Hallo Bunker, also die Gebäudereste der "Einschießanlage" liegen in einem Waldstück zwischen Strasshof und Deutsch-Wagram wo sich auch der Sportplatz von Deutsch-Wagram befindet. Reste des Flugfeldes findest du rechter Hand vom Gewerbepark.
lg
Michi
 
Der Heimatforscher irrt nicht. Es gibt, sorry -> ich fand Spuren von etwa 9 gleich großen Hallen wie die erwähnte "Einschießanlage".

g. Gerhard
 
Zitat: "Die Mauerreste könnten Teile eines Flugzeughangars gewesen sein"
Auch hier irrt der Heimatforscher. Das sind eindeutig die Reste der Einschießanlage.
Habe noch einige Bilder in meiner Sammlung gefunden, bezüglich Einschießanlage im Wald bei Deutsch Wagram nahe des Sportplatzes.
Die Aufnahmen stammen aus 2017!
 

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Bunker Ratte

Well-Known Member
In meinem Bilderarchiv habe ich weitere Bilder aus 2017 von diesen Gelände ausgegraben, die nicht unbekannt sind! Meines erachtens, den Ruinen zufolge, waren diese 3 Gebäude ähnlicher Bauform und in einem Abstand von ca.50m nebeneinander, siehe Skizze. Wozu könnten diese gedient haben? Unterstand für Fahrzeuge oder Lager?

Das erste Ruinengebäude:
3.jpg

2.jpg
 

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