FAn "sK (of) Batterie Rutzing" (OÖ.) - 155mm sK M2 "LongTom"

josef

Administrator
Mitarbeiter
#21
Einsatz der 15,5 sFK "Long Tom"

Ist bekannt wann diese Standorte errichtet wurden, bzw. welche Firmen diese Auftraege bekommen hatten? War dies noch waehrend der Besatzungszeit?
Die Long Tom ist ja aus US Bestaenden?
Baufirmen sind mir nicht bekannt. Errichtet wurden die Anlagen mit Einführung des "Raumverteidigungskonzeptes" Mitte bis Ende der 1970iger Jahre...

Soweit mir bekannt waren die 24 Stk. 15,5 sFK "Long Tom" bei der 1957 aufgestellten sFK Batterie der 1. Abt./Heeresartillerieregiment in Salzburg (Wals-Siezenheim), bei einer sFK Batterie des AR 2 in Fehring (Stmk.) und bei der "Artillerie-Schulabteilung" in Baden (NÖ.) eingesetzt. Die Stilllegung der Batterien erfolgte etwa 1972-74, danach kamen die Geschütze bei den festen Anlagen zum Einbau.

lg
josef
 
#23
Baufirmen sind mir nicht bekannt. Errichtet wurden die Anlagen mit Einführung des "Raumverteidigungskonzeptes" Mitte bis Ende der 1970iger Jahre...

Soweit mir bekannt waren die 24 Stk. 15,5 sFK "Long Tom" bei der 1957 aufgestellten sFK Batterie der 1. Abt./Heeresartillerieregiment in Salzburg (Wals-Siezenheim), bei einer sFK Batterie des AR 2 in Fehring (Stmk.) und bei der "Artillerie-Schulabteilung" in Baden (NÖ.) eingesetzt. Die Stilllegung der Batterien erfolgte etwa 1972-74, danach kamen die Geschütze bei den festen Anlagen zum Einbau.

lg
josef
Danke. Was mich nun noch interessiert: Die Long Tom M2 ist ja aus US Bestaenden und kam zum letzten mal wohl im Korea-Krieg zum Einsatz.

20 Jahre spaeter erst in Oesterreich? Waere die Technik nicht veraltert gewesen? Oder waren es vielleicht Bestaende aus der Besatzungszeit die die US-Amerikaner einfach in Oesterreich gelassen haben, und das Bundesheer dann weiter verwendet haette?
 
#25
Danke. Was mich nun noch interessiert: Die Long Tom M2 ist ja aus US Bestaenden und kam zum letzten mal wohl im Korea-Krieg zum Einsatz.

20 Jahre spaeter erst in Oesterreich? Waere die Technik nicht veraltert gewesen? Oder waren es vielleicht Bestaende aus der Besatzungszeit die die US-Amerikaner einfach in Oesterreich gelassen haben, und das Bundesheer dann weiter verwendet haette?
Wurde oben schon genau beschrieben. Nach 1955 kamen 24 Stk. von der US Army zum ÖBH welche in den 70ern ausgeschieden (durch M-109 Basic ersetzt) und in den of Batterien weiterverwendet wurden.
Literatur: Axel ALBER "An Sankt Barbaras gnädiger Hand..." => ISBN 3-902455-04-7
 
#26
Waere die Technik nicht veraltert gewesen?
Das Prinzip/die Funktionsweise des Artilleriegeschützes ist seit dem 19. Jahrhundert unverändert.
Veränderungen ergaben sich vor allem im Bereich des Schutzes der Bedienungsmannschaft, der Beweglichkeit, der Munition und der Feuerleitung und Maßnahmen zur Erhöhung der Feuergeschwindigkeit.
Die Kanone selbst wäre heute noch zweckmäßig.

20 Jahre spaeter erst in Oesterreich?
Die schwere Feldkanone wurde ab den späten 50er-Jahren im ÖBH verwendet. Ab 1963 in der I./AR1 und der I./AR3 sowie ab 1968 in der I./AR2.
Auf Grund der Schwerfälligkeit und der quasi Unbeweglichkeit (und somit ungeschützt dem feindlichen Feuer ausgesetzt) wurden die sFK nach Zulauf M109 und weiterer RakW nur mehr of und damit geschützt in Bunkern eingesetzt.
 
#27
Das Prinzip/die Funktionsweise des Artilleriegeschützes ist seit dem 19. Jahrhundert unverändert.
Veränderungen ergaben sich vor allem im Bereich des Schutzes der Bedienungsmannschaft, der Beweglichkeit, der Munition und der Feuerleitung und Maßnahmen zur Erhöhung der Feuergeschwindigkeit.
Die Kanone selbst wäre heute noch zweckmäßig.



Die schwere Feldkanone wurde ab den späten 50er-Jahren im ÖBH verwendet. Ab 1963 in der I./AR1 und der I./AR3 sowie ab 1968 in der I./AR2.
Auf Grund der Schwerfälligkeit und der quasi Unbeweglichkeit (und somit ungeschützt dem feindlichen Feuer ausgesetzt) wurden die sFK nach Zulauf M109 und weiterer RakW nur mehr of und damit geschützt in Bunkern eingesetzt.
Österreich hatte Raketenartillerie?

Edit:

Jahrzehntelang gilt die 105-mm-leichte Feldhaubitze als Synonym für die österreichische Artillerie. Daneben verfügt diese über Jahre hinweg über eine Vielzahl von Geschützen verschiedenster Provenienz. Heute kann sich die Artillerie mit dem hochmodernen Einheitswaffensystem der 155-mm-Panzerhaubitze M 109A5Ö auf dem Gefechtsfeld behaupten.

Beginn und Aufbau

Das Bundesheer erhält zum Aufbau seiner Artillerie vor allem Waffen aus Beständen der US Army, darunter 108 Stück 105-mm-leichte Feldhaubitzen (lFH) M-2, 18 Stück 105-mm-lFH auf Selbstfahrlafette (SfL) M-7B2, 24 Stück 155-mm-schwere Feldhaubitzen (sFH) M-1 und 36 Stück 155-mm-schwere Feldkanonen (sFK) M-2 ("Long Tom"). Dazu kommen 24 Stück 105-mm lFH-18/40 der Deutschen Wehrmacht und ab 1974 18 tschechische 130-mm-Raketenwerfer.
Die Heeresgliederung "Neu" (1994) bringt die Auflösung aller Brigade- und Korpsartilleriebataillone (KAB) und deren Überführung in neue Verbände. Nur die Panzerartilleriebataillone 3, 4 und 9 bleiben als aktive Verbände bestehen. Jedes Korps erhält ein Artillerieregiment, dieses stellt die artilleristische Ausbildung sicher und trägt die Mob-Verantwortung für je zwei KAB. Alle Bataillone sind nun gleich gegliedert. Die Raketenwerfer werden ausgeschieden und die fünf ortsfesten Batterien stillgelegt.
http://www.bmlv.gv.at/truppendienst/ausgaben/artikel.php?id=331
 
#28
Wens interessiert die Heerestruppenschule verfügt über eine Lehrsammlung, die einmal jährlich auch für Zivilisten zugänglich ist. In dieser findet sich ein mobiles "Long Tom"-Geschütz.

Zur Zweckmäßigkeit: die Geschütze sind noch immer sehr beliebt, da sie sich gut zum Beschuss mit Nuklearmunition eignen.

Ich selbst konnte das Ding nie befeuern, aber mein Vize hat erzählt, dass es ziemlich Spaß macht.

Anmerkung noch meinerseits mir wurde in der Kaserne gesagt, dass sich das mobile Geschütz bis in den 90igern im aktiven Verband befand.
 
#30
Kleines Update:
War heute dort und hab mir den Kommandobunker und Long Tom Bunker angesehen.
Der Teil wo die Long Tom drin stand ist teilweise zugeschüttet -.- Sonst in einem Topzustand.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
#33
Hey,

ich bin neu hier im Forum habe jetzt mittlerweile alle Beiträge gelesen und wollte mal die Experten des Forums fragen, ob mir jemand über die Geschichte oder Verwendung der 5 Long Tom Stellungen in der Nähe von Hörsching sagen kann. Die Bunker habe ich alle 5 schon besichtigt und sind alle gleich aufgebaut

LG
mo_pr
 
Oben