Berlin
Großer Stromausfall könnte Tage dauern
In der deutschen Hauptstadt Berlin ist am Samstag in Zehntausenden Haushalten der Strom ausgefallen – und das bei niedrigen Temperaturen und Schneefall. Im südwestlichen Stadtteil Lichterfelde hätten laut einem Zeugen mehrere Kabel einer Kabelbrücke gebrannt, teilte die Polizei auf der Plattform X mit. Es werde wegen des Verdachts der Brandstiftung ermittelt. Der Stromausfall könnte noch bis Donnerstag dauern.
Online seit gestern 03.01.2026, 19.09 Uhr
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Berlin: Großer Stromausfall könnte Tage dauern
Großer Stromausfall könnte Tage dauern
In der deutschen Hauptstadt Berlin ist am Samstag in Zehntausenden Haushalten der Strom ausgefallen – und das bei niedrigen Temperaturen und Schneefall. Im südwestlichen Stadtteil Lichterfelde hätten laut einem Zeugen mehrere Kabel einer Kabelbrücke gebrannt, teilte die Polizei auf der Plattform X mit. Es werde wegen des Verdachts der Brandstiftung ermittelt. Der Stromausfall könnte noch bis Donnerstag dauern.
Online seit gestern 03.01.2026, 19.09 Uhr
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Grund ist der aufwendige Bau von Ersatzleitungen nach dem Brand, durch den mehrere Hochspannungskabel beschädigt worden seien, wie ein Sprecher des Betreibers Stromnetz Berlin sagte. „Aufgrund der entstandenen erheblichen Schäden wird die Reparatur der Kabel sehr lange dauern“, teilte Stromnetz Berlin mit.
„Wir rechnen mit einer vollständigen Wiederversorgung aller Kundinnen und Kunden bis kommenden Donnerstagnachmittag (8.1.2026).“ Nötig sei umfangreicher Tiefbau und Kabelzug. Dies werde durch das Winterwetter erschwert. Außerdem laufe noch die Spurensicherung am Brandort.
Zehntausende Haushalte betroffen
Der Strom war Samstagfrüh in den Stadtteilen Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde ausgefallen. Betroffen waren laut Stromnetz Berlin 45.400 Haushalte und 2.200 Gewerbebetriebe. Nach Angaben des Netzbetreibers dürfte diese Lage für rund 35.000 von ihnen noch tagelang andauern.
APA-Images/dpa/Michael
geschlossene Supermarktfiliale im Bezirk Steglitz-Zehlendorf
Auch Heizungen funktionieren nicht
Wegen des Stromausfalls funktionieren viele Heizungen nicht – zudem warnte die Polizei vor weiteren Heizungsausfällen. Auch der Mobilfunk ist gestört. Im betroffenen Gebiet haben Geschäfte geschlossen, Ampeln sind ausgefallen. Die Polizei war mit Lautsprecherwagen unterwegs und informierte die Anrainer mit Ansagen.
„Prüfen Sie (…), ob Sie die Möglichkeit haben, bei Freunden oder Verwandten unterzukommen. Nutzen Sie Mobiltelefone sparsam. Denken Sie an ältere oder hilfsbedürftige Personen und bieten Sie Hilfe an. Halten Sie für die Abendstunden Taschenlampen oder batteriebetriebene Leuchten bereit“, teilte die Polizei auf X mit.
Bewohner von Pflegeheimen umgezogen
„Es ist ein deutlicher Unterschied zum Sommer: Es wird um 16.00 Uhr dunkel, es wird kalt“, hieß es von der Feuerwehr. Die Lage sei auch deswegen herausfordernd, weil mehrere Pflegeheime und Krankenhäuser in dem Gebiet mit dem Stromausfall in Steglitz-Zehlendorf lägen. Die Feuerwehr habe bereits Bewohner und Patienten von zwei Heimen in andere Heime verlegt.
Die Feuerwehr warnte davor, gasbetriebene Heizgeräte in Innenräumen zu benutzen. Sollte das Telefonnetz gestört sein, könne man sich in einem Notfall um Hilfe an die nächste Feuerwache oder Polizeiwache wenden. Auch bei Busfahrern könne ein Notruf abgesetzt werden.
Letzter Vorfall im September
Von der Dimension ist der Stromausfall nach Angaben von Stromnetz Berlin vergleichbar mit einem ähnlichen Fall im September im Südosten Berlins, als anfangs 50.000 Kundinnen und Kunden betroffen waren. Auch damals zog sich der Stromausfall über Tage hin.
Ursache damals war ein politisch motivierter Brandanschlag auf zwei Strommasten. Die Frage, ob auch diesmal eine politisch motivierte Brandstiftung dahinterstecken könnte, ist derzeit offen. Die Polizei verwies auf laufende Ermittlungen.
04.01.2026 red, ORF.at/Agenturen
Links:
Information des Landes Berlin
Stromnetz Berlin
„Morgenpost“-Artikel
„Wir rechnen mit einer vollständigen Wiederversorgung aller Kundinnen und Kunden bis kommenden Donnerstagnachmittag (8.1.2026).“ Nötig sei umfangreicher Tiefbau und Kabelzug. Dies werde durch das Winterwetter erschwert. Außerdem laufe noch die Spurensicherung am Brandort.
Zehntausende Haushalte betroffen
Der Strom war Samstagfrüh in den Stadtteilen Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde ausgefallen. Betroffen waren laut Stromnetz Berlin 45.400 Haushalte und 2.200 Gewerbebetriebe. Nach Angaben des Netzbetreibers dürfte diese Lage für rund 35.000 von ihnen noch tagelang andauern.
geschlossene Supermarktfiliale im Bezirk Steglitz-Zehlendorf
Auch Heizungen funktionieren nicht
Wegen des Stromausfalls funktionieren viele Heizungen nicht – zudem warnte die Polizei vor weiteren Heizungsausfällen. Auch der Mobilfunk ist gestört. Im betroffenen Gebiet haben Geschäfte geschlossen, Ampeln sind ausgefallen. Die Polizei war mit Lautsprecherwagen unterwegs und informierte die Anrainer mit Ansagen.
„Prüfen Sie (…), ob Sie die Möglichkeit haben, bei Freunden oder Verwandten unterzukommen. Nutzen Sie Mobiltelefone sparsam. Denken Sie an ältere oder hilfsbedürftige Personen und bieten Sie Hilfe an. Halten Sie für die Abendstunden Taschenlampen oder batteriebetriebene Leuchten bereit“, teilte die Polizei auf X mit.
Bewohner von Pflegeheimen umgezogen
„Es ist ein deutlicher Unterschied zum Sommer: Es wird um 16.00 Uhr dunkel, es wird kalt“, hieß es von der Feuerwehr. Die Lage sei auch deswegen herausfordernd, weil mehrere Pflegeheime und Krankenhäuser in dem Gebiet mit dem Stromausfall in Steglitz-Zehlendorf lägen. Die Feuerwehr habe bereits Bewohner und Patienten von zwei Heimen in andere Heime verlegt.
Die Feuerwehr warnte davor, gasbetriebene Heizgeräte in Innenräumen zu benutzen. Sollte das Telefonnetz gestört sein, könne man sich in einem Notfall um Hilfe an die nächste Feuerwache oder Polizeiwache wenden. Auch bei Busfahrern könne ein Notruf abgesetzt werden.
Letzter Vorfall im September
Von der Dimension ist der Stromausfall nach Angaben von Stromnetz Berlin vergleichbar mit einem ähnlichen Fall im September im Südosten Berlins, als anfangs 50.000 Kundinnen und Kunden betroffen waren. Auch damals zog sich der Stromausfall über Tage hin.
Ursache damals war ein politisch motivierter Brandanschlag auf zwei Strommasten. Die Frage, ob auch diesmal eine politisch motivierte Brandstiftung dahinterstecken könnte, ist derzeit offen. Die Polizei verwies auf laufende Ermittlungen.
04.01.2026 red, ORF.at/Agenturen
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Information des Landes Berlin
Stromnetz Berlin
„Morgenpost“-Artikel
Berlin: Großer Stromausfall könnte Tage dauern

