Bergung von Bomben und sonstigen Kriegsrelikten

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Steirer fand englische Handgranate beim Aufräumen in Garage


Die Handgranate war, wie sich herausstellte, nicht mehr funktionsfähig. Nichtsdestotrotz wird sie nun vernichtet.

Der Entschärfungsdienst hat am Samstag wegen eines Handgranatenfundes in Leoben anrücken müssen. Wie die Polizei berichtete, fanden ein 37-Jähriger und seine 59-jährige Mutter das Kriegsmaterial beim Aufräumen in einer Garage. Die Handgranate englischer Herkunft war, wie sich herausstellte, nicht mehr funktionsfähig. Nichtsdestotrotz wird sie nun vernichtet.
Nachdem der Steirer den Waffenfund - es handelt sich um eine Handgranate "Modell-Mills 36" - bei der Polizei gemeldet hatte, wurde die Straße gesperrt. Wer die Handgranate in der Garage deponiert hatte, war zunächst noch Gegenstand von Ermittlungen.
Quelle: Steirer fand englische Handgranate beim Aufräumen in Garage
 

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Stillfried
Russische Granate wurde gefunden


Bei Grabungen stießen Arbeiter auf Katjuscha.
Entminungsdienst musste anrücken.


Es handelte sich um eine Katjuscha, die von den deutschen Besatzungsmächten Stalinorgel genannt wurde. | NOEN

Erneut wurde ein gefährliches Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Im Gebiet von Stillfried führte die Firma Munitionsbergung Bartosch vergangene Wochen gezielte Grabungen durch. Dabei wurde eine russische Werfer-Rakete des Typs M-13 gefunden. Es handelt sich um eine sogenannte Katjuscha (Stalinorgel).


In Stillfried stieß ein Arbeiter bei gezielten Grabungen auf einen Blindgänger. | Munitionsbergung Bartosch

Das Kriegsrelikt wurde in einer Tiefe von etwa 1,40 Metern entdeckt. Ein Mitarbeiter musste diesen Bereich sichern. Die Polizei wurde verständigt, die anderen Arbeiten wurden zwischenzeitlich eingestellt. Auch der Entminungsdienst musste anrücken, entschärfte den aufgefundenen Blindgänger vor Ort und transportierte ihn ab.
Firmen-Inhaber Herbert Bartosch mahnt indes zur Vorsicht: „Das Gebiet befindet sich in einer ehemals von Kriegshandlungen betroffenen Zone. Der Fund weiterer Relikte kann daher vorerst nicht ausgeschlossen werden.

Russische Granate wurde gefunden
 

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Granatenfunde im Nordburgenland
In Kittsee und Purbach wurde am Donnerstag Kriegsmaterial aufgefunden und vom Entminungsdienst geborgen. Es ist dabei zu keinen Zwischenfällen gekommen.

Am Donnerstagvormittag wurde in einer Schottergrube in Kittsee von Mitarbeitern der dort ansässigen Firma eine zwölf Zentimeter Wurfgranate entdeckt. Die Granate wurde vom Entminungsdienst besichtigt und abtransportiert.

Eine Forstmitarbeiterin fand im Waldgebiet von Purchbach ebenfalls altes Kriegsmaterial. Hierbei handelte es sich um eine 10,5 Zentimeter große Sprenggranate. Auch in diesem Fall konnte diese vom Entminungsdienst gesichert und abtransportiert werden. In beiden Fällen kam es zu keinen Zwischenfällen.

Publiziert am22.02.2019
Granatenfunde im Nordburgenland
 

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Fliegerbombe in Graz gefunden und entschärft
In Graz ist am Montag eine Fliegerbombe gefunden und entschärft worden. Das Kriegsrelikt wurde bei den Bauarbeiten auf den Reininghausgründen freigelegt. Mehrere Gebäude mussten aus Sicherheitsgründen evakuiert werden.
Die Polizei wurde kurz nach 8.30 Uhr alarmiert, nachdem auf der Baustelle in der Alten Poststraße im Bezirk Eggenberg eine angebliche Granate gefunden wurde. Ein Baggerfahrer stieß auf das Kriegsrelikt, das sich später als Fliegerbombe herausstellte. Die Bauarbeiten wurden sofort eingestellt und der Entminungsdienst angefordert.

Russische Bombe, mehrere Gebäude evakuiert
Es handelte sich um eine rund 100 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus Russland. Der Entminungsdienst entschloss sich zu einer Entschärfung am Fundort, daher wurde aus Sicherheitsgründen ein etwa 200 Meter weiter Sperrkreis eingerichtet. Weil sich in diesem ein Bürokomplex, mehrere Einfamilienhäuser, ein KFZ-Betrieb und eine Tankstelle befinden, mussten rund 200 Menschen kurzzeitig den Bereich verlassen.

Entschärfung zu Mittag
Kurz vor 12.30 Uhr meldete die Polizei dann auf dem Kurznachrichtendienst Twitter die erfolgreiche Entschärfung der Fliegerbombe und die Aufhebung des Sperrbereichs. Auf den Straßenverkehr hatten der Bombenfund und die darauffolgenden Maßnahmen laut Polizei keine Auswirkungen.

Polizei Steiermark@PolizeiStmk

Antwort @PolizeiStmk
Fliegerbombe wurde soeben entschärft! Der unmittelbare Sperrkreis ist aufgehoben.

Polizei Steiermark@PolizeiStmk

Publiziert am 25.03.2019
https://steiermark.orf.at/news/stories/2972000/
 

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Heute ist Tirol an der Reihe:

Wörgl - Evakuierung nach Fund einer Fliegerbombe
In Wörgl läuft derzeit in der Ladestraße eine Evakuierung wegen einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die bei Grabungsarbeiten entdeckt wurde. Das Gebiet sei dicht besiedelt, hieß es von Seiten der Polizei. Wieviele Wohnhäuser betroffen sind, ist derzeit nicht bekannt.

Publiziert am 27.03.2019
Evakuierung nach Fund einer Fliegerbombe
 

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Ergänzung zum Bombenfund in Wörgl:

Fliegerbombe in Wörgl entschärft
Eine am Mittwoch in Wörgl gefundene Fliegerbombe hat am späten Abend vom Entminungsdienst entschärft werden können. Die Evakuierung umliegender Gebäude wurde aufgehoben. Betroffen waren hunderte Anrainer.
Die 120 Zentimeter lange und 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe war gegen 16.00 Uhr bei Grabungsarbeiten in der Ladestraße entdeckt worden. Da sich die Fundstelle in dicht besiedeltem Wohngebiet befand, mussten zunächst alle Gebäude im Umkreis von 100 Meter evakuiert werden.


ZOOM Tirol
Alle Bewohner im Umkreis mussten ihre Häuser verlassen.


ZOOMTirol
Die 250 Kilogramm schwere Bombe.

Zur Vorbereitung der Entschärfung der Bombe wurde die Evakuierung auf einen Umkreis von 200 Meter ausgeweitet. Zudem durften sich im Umkreis von 400 Meter keine Personen im Freien aufhalten. Betroffen waren mehr als 15 Häuser mit jeweils zehn bis 15 Parteien. Ein Sprengstoffexperte der Polizei traf am frühen Abend in Wörgl ein.


ZOOMTirol
Absperrung in Wörgl nach dem Fund einer Fliegerbombe

Die Entschärfung konnte schließlich gegen 20.00 Uhr vom Entminungsdienst durchgeführt werden. Währenddessen musste auch auf dem in der Nähe gelegenen Bahnhof der Zugverkehr vorübergehend eingestellt werden. Als die Bombe gegen 20.15 Uhr entschärft war, konnten alle Maßnahmen wieder aufgehoben werden.

Publiziert am 27.03.2019
Fliegerbombe in Wörgl entschärft
 

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Panzerfaust aus Zweitem Weltkrieg gefunden
Ein Kriegsrelikt ist am Donnerstagvormittag in Albersdorf im Bezirk Weiz in einem Bachbett gefunden worden. Der Entminungsdienst führte eine Sprengung durch. Verletzt wurde niemand.
Gegen 11.00 Uhr meldete sich ein 39-jähriger Mann telefonisch bei der Polizeiinspektion St. Ruprecht an der Raab. Er habe ein Kriegsrelikt in einem Bachbett neben einer Firma gefunden. Dabei handelte es sich um eine Panzerfaust, wie die Polizei am Donnerstag bekanntgab.

Blindgänger entschärft
Da es sich bei dem Kriegsrelikt um einen Blindgänger handelte, führte der verständigte Entminungsdienst des Bundesministeriums für Landesverteidigung um 13.30 Uhr am Fundort eine kontrollierte Sprengung durch. Durch die Sprengung wurden weder Personen noch Tiere gefährdet oder verletzt, noch Sachen beschädigt, heißt es von der Polizei in einer Aussendung.

Publiziert am 28.03.2019
Panzerfaust aus Zweitem Weltkrieg gefunden
 

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Wien: Geschoss aus „Stalinorgel“ ausgegraben
Bei Grabungsarbeiten in der Perspektivstraße in der Leopoldstadt ist am Freitag eine rund 60 Zentimeter lange Rakete zum Vorschein gekommen. Es handelte sich um ein Geschoss einer sogenannten „Stalinorgel“.

Das Geschoss wurde bei einer Baustelle entdeckt. Die Straße wurde daraufhin von den alarmierten Polizeikräften für den gesamten Fahrzeugverkehr gesperrt, sprengstoffkundige Beamte von Polizei und Bundesheer begutachteten und entschärften das Geschoss.

Relikt aus Zweitem Weltkrieg
Es handelte sich um ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg, das von einem russischen Raketenwerfer, umgangssprachlich „Stalinorgel“, verschossen worden war. Das berichtete die Polizei am Samstag.

Publiziert am 30.03.2019
Geschoss aus „Stalinorgel“ ausgegraben
 

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Tulfes - Tirol:

Zahlreiche Granaten auf Baustelle gefunden
Ein ganzes Arsenal von brisanten Relikten aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Dienstag bei Bauarbeiten in Tulfes (Bezirk Innsbruck-Land) entdeckt worden. Insgesamt wurden auf der Baustelle 19 Fundstücke geborgen.
Bei den Bauarbeiten für das neue Feuerwehrhaus in Tulfes kamen am Nachmittag zuerst zwei Sprenggranaten zum Vorschein. Die um 20.00 Uhr eingetroffenen Experten vom Entminungsdienst suchten dann nochmals gemeinsam mit einem Baggerfahrer die Baustelle nach weiteren Relikten ab und entdeckten nochmals elf Sprenggranaten, vier Panzergranaten, eine Granatpatrone und eine Zerstörladung.

Die Mitarbeiter des Entminungsdienstes transportierten die Kriegsrelikte ab. Laut der Polizei gibt es Hinweise darauf, dass sich im Zweiten Weltkrieg in diesem Bereich eine Geschützstellung befunden hatte.

Publiziert am 03.04.2019
Zahlreiche Granaten auf Baustelle gefunden
 

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Pinkafeld - Artilleriegeschoss bei Bauarbeiten entdeckt
Im Zuge von Bauarbeiten wurden in einem Gebäude in Pinkafeld zwei Kriegsrelikte entdeckt. Unter anderem konnte ein rund 20 Kilogramm schweres Geschoss sichergestellt und entsorgt werden.

Das 20 Kilogramm schwere Geschoss aus Stahl wurde im Zweiten Weltkrieg von einer Feldhaubitze abgefeuert. Arbeitern fiel das massive Stahlgeschoss während Umbauarbeiten in einem Gebäude in Pinkafeld (Bezirk Oberwart) auf. Sie verständigten zunächst die Polizei.


Landespolizeidirektion Burgenland
Das 20 Kilogramm schwere Artilleriegeschoss konnte sichergestellt werden

Entminungsdienst kann Kriegsmaterial sicherstellen
In weiterer Folge wurde dann der Entminungsdienst alarmiert. Neben dem Geschoss wurde auch eine Kartusche mit rund zehn Zentimetern Durchmesser aufgefunden. Die Kriegsrelikte wurden gesichert und vom Entminungsdienst abgeholt.

Link:
Publiziert am 12.04.2019
Artilleriegeschoss bei Bauarbeiten entdeckt
 

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Kriegsrelikte bei Feldarbeiten entdeckt

Im Gemeindegebiet von Oggau hat ein Landwirt auf seinem Acker gleich mehrere Stabbrandbomben aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Die Kriegsrelikte wurden vom Entminungsdienst abgeholt.

Der 46-jährige Landwirt aus Oggau (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) war im nordöstlichen Gemeindegebiet mit Arbeiten auf seinem Feld beschäftigt, als plötzlich die Kriegsrelikte zum Vorschein kamen. Insgesamt wurden elf Stabbrandbomben mit einer Länge von jeweils 35 Zentimetern entdeckt.


Landespolizeidirektion Burgenland
Die Stabbrandbomben wurden vom Entminungsdienst abgeholt

Kriegsrelikte teilweise noch funktionsfähig
Der 46-Jährige alarmierte die Polizei. Die Beamten der zuständigen Polizeiinspektion sicherten den Fundort ab und verständigten den Entminungsdienst. Die Sprengstoffspezialisten holten die Kriegsrelikte ab. Sie werden fachgerecht entsorgt. Stabbrandbomben seien im Zweiten Weltkrieg teilweise mit Phosphor gefüllt und deshalb nur sehr schwer zu löschen gewesen, hieß es vonseiten der Landespolizeidirektion. Wie sich herausstellte, waren die Bomben zum Teil noch funktionsfähig.
Quelle: Kriegsrelikte bei Feldarbeiten entdeckt
 

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Granaten und Fliegerbomben: Archäologen und die gefährlichen Kriegsrelikte

Die Kampfmittel aus den Weltkriegen sind ständige Begleiter bei Ausgrabungen – zum Beispiel in Graz und am Flughafen Schwechat
Zwischen 1943 und 1945 wurden über Österreich etwa 120.000 Tonnen Sprengstoff abgeworfen. Dass darunter auch immer wieder "Blindgänger" waren, also verschossene Geschoße, deren Sprengladung nicht zur Detonation kam, ist allgemein bekannt. Erst Ende März wurde bei Bauarbeiten auf den Reininghausgründen in Graz eine circa 100 Kilogramm schwere russische Fliegerbombe entdeckt. Da diese Funde auch 74 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs noch explosiv sein können, kommt es bei solchen Auffindungen immer wieder zu aufsehenerregenden Evakuierungen. Dass neben geschätzten 15.000 nichtexplodierten Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg auch noch eine Vielzahl anderer Kampfmittel – so der Terminus technicus für sämtliche zur Kriegsführung bestimmten Gegenstände und Stoffe militärischer Herkunft – in Österreichs Böden und Gewässern liegt, ist jedoch nur begrenzt im öffentlichen Bewusstsein.

Dabei handelt es sich vor allem um Munition, die nach Ende der Kriege von den zurückziehenden Armeen entlang von Straßen, in Gewässern und Waldstücken entsorgt wurde. Aber auch bewusst gelegte Minen befinden sich in manchen Bereichen Österreichs immer noch im Boden. Ein gewisses Risikopotenzial haben alle diese Kampfmittel, wobei es in den meisten Fällen einer gröberen Manipulation bedarf, um sie auszulösen. Es gibt jedoch Ausnahmen wie Sprenggranaten und Fliegerbomben mit Zeit- oder Zerlegezündern, Panzergranaten oder Splitterhandgranaten, bei denen bis heute geringste Erschütterungen ausreichen, um sie zur Explosion zu bringen. Insbesondere bei entsorgter Munition kommt oft erschwerend hinzu, dass die Auslösemechanismen verrostet und damit instabil geworden sind, sodass schon geringe Bewegung ausreicht, um sie in Gang zu setzen.


foto: novetus
Russische Splittergranate vom Typ F1 (Zweiter Weltkrieg) aus der Nähe des Flugfelds Strasshof.


foto: novetus
Werfergranate aus dem Zweiten Weltkrieg (vermutlich eine sowjetische 82-Millimeter-Sprenggranate) in einem Feld nordöstlich von Wien.

Wo häufen sich solche Funde?
In weiten Teilen Österreichs sind solche Relikte häufig unliebsame Begleiter eines jeden Bauvorhabens – und damit auch der Rettungsarchäologie, da diese oftmals noch vor Beginn der Bauarbeiten erste Eingriffe in den Boden vornimmt. Gefunden werden sie in erster Linie in der Nähe von Bahnhöfen und Verkehrsknotenpunkten. Bei Bauvorhaben in gefährdeten Zonen ist eine Voruntersuchung durch Kampfmittelentsorgungsfirmen, bei der geophysikalische Methoden zum Einsatz kommen, in Österreich daher auch gesetzlich vorgeschrieben. Trotzdem kommt es immer wieder zu Überraschungen, da die Kriegsrelikte an sich nicht direkt gesucht werden, sondern nur charakteristische Anomalien und Störungen detektiert werden können. Doch auch außerhalb der Städte arbeiten wir immer wieder in Bereichen, die teils heftig umkämpft waren.

Beispielsweise werden derzeit bei Prospektionsarbeiten entlang der Trasse der Marchfeldschnellstraße (S8) im Umfeld des ehemaligen Flugfelds Strasshof, das in den letzten Kriegstagen stark bombardiert wurde, laufend größere Mengen an Granaten und anderer Munition gefunden. Bei einem anderen Projekt im näheren Umfeld des Schwechater Flughafens wurden gerade ebenfalls wieder größere Mengen an verschossenen Patronen und Flakmunition zutage gefördert. Etwas ungewöhnlicher waren dagegen mehrere Maschinengewehre aus dem Zweiten Weltkrieg, die meine Kollegen bei einem Einsatz im nördlichen Niederösterreich aus einem Teich fischen konnten.


foto: novetus
Aufsammlung verschiedener Geschoße aus dem Gebiet um Maria Ellend (Niederösterreich), linke Seite (von oben): Hülsen einer deutschen Zwei-Zentimeter-Maschinenkanonenpatrone (Kaliber 20 x 138G) sowie zwei sowjetischer Patronen 23 x 152 mm für die Maschinenkanonen VYa und ZSU; rechte Seite: Oberes nicht näher identifizierbar, unten ein Zwei-Zentimeter-Panzergeschoß.


foto: novetus
Erhaltene Reste eines Patronengurts mit Maschinengewehrmunition aus dem Zweiten Weltkrieg.

Schulungen durch das Bundesheer
Da der Umgang mit solchen Kriegsrelikten nicht zur standardmäßigen akademischen Ausbildung in der Archäologie gehört und ein Großteil der Archäologinnen und Archäologen auch nicht unbedingt zum traditionellen Zielpublikum militärischer Ausbildung zählt, wurde der gesamte Mitarbeiterstab der Firma Novetus vor wenigen Wochen einer Schulung zum Thema "Einweisung in die Identifizierung von Munitions- und Waffenfunden im Rahmen von archäologischen Tätigkeiten" unterzogen. Durchgeführt werden diese Schulungen von einem Spezialisten für Kampfmittelbeseitigung der Abteilung für Munitionstechnik des Amtes für Rüstung und Wehrtechnik des Bundesheers (diesem sei an dieser Stelle auch für die Identifikation der Kampfmittel auf den verwendeten Fotos gedankt).


foto: novetus
Auswahl an Kampfmitteln aus dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg bei der Schulung in Kaisersteinbruch.

Neben seinen Tätigkeiten beim Bundesheer ist der Vizeleutnant auch der Archäologie kein Fremder, da er sich seit Jahren in Kooperation mit dem Bundesdenkmalamt dem Aufspüren und der Dokumentation historischer Schlachtfelder widmet. Im Zuge der Schulung, die in der Ausbildungsanlage der Lehrgruppe für Kampfmittelabwehr der Heerestruppenschule in Kaisersteinbruch stattfand, wurden uns die vielen Arten von Munition, die als Relikte der beiden Weltkriege heute noch zu finden sind, in Theorie und Praxis nähergebracht. Wichtigste Lektion des Kurses, der ein doch eher mulmiges Gefühl hinterließ in Anbetracht der vielen potenziell tödlichen Dinge, die da noch herumliegen können: nicht angreifen, Polizei rufen – das gilt im Übrigen nicht nur für Archäologinnen und Archäologen. Professionelle Kampfmittelentsorgungsdienste sind dann für die weitere Behandlung der Funde zuständig.
(Michaela Binder, 2.5.2019)

Michaela Binder ist als Archäologin und Anthropologin für die Grabungsfirma Novetus in Wien tätig. Sie ist zuständig für Grabungsprojekte, Forschung und Vermittlung
.
Granaten und Fliegerbomben: Archäologen und die gefährlichen Kriegsrelikte - derStandard.at
 

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Scharfe Splitterbombe in Bad Goisern gefunden
Einen Bombenfund hat es Dienstagfrüh in Bad Goisern (Bezirk Gmunden) gegeben: Kurz vor 7.00 Uhr fand ein Baggerfahrer nur rund 50 Meter neben der B145 eine amerikanische 125-Kilo-Splitterbombe.

Revierinspektor Andreas Rastel von der Polizeiinspektion Bad Goisern sagte gegenüber dem ORF Oberösterreich: „Der Baggerfahrer hat zuerst gemeint, dass es ein Kanalrohr oder großer Stein ist. Die Bombe war scharf und ist dann vom Entminungsdienst entschärft worden.“

30 Häuser vorübergehend evakuiert
30 Häuser wurden vorübergehend evakuiert, die Salzkammergutstraße war kurzfristig gesperrt.

Publiziert am 14.05.2019
Scharfe Splitterbombe in Bad Goisern gefunden
 

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Granatenfund im Südburgenland
Im Gemeindegebiet von Schandorf (Bezirk Oberwart) wurde bei Mäharbeiten von Gemeindearbeitern eine Granate gefunden.

Die Mitarbeiter der Gemeinde Schandorf waren am Mittwochnachmittag mit Mäharbeiten im Bereich der Bundesstraße 65 beschäftigt, als sie im Nahbereich der Straße ein siebzehn Zentimeter langes Kriegsrelikt entdeckten.


LPD Burgenland
Die Granate hat eine Länge von 17 cm

Die Fundstelle wurde sofort abgesichert. Die verständigte Polizei Großpetersdorf setzte den Entminungsdienst in Kenntnis, welcher in der Folge die Granate abholte. Laut Auskunft des Entminungsdienstes handelte es sich bei dem Relikt um eine vier Zentimeter Sprenggranate aus dem Zweiten Weltkrieg.

Publiziert am 23.05.2019
Granatenfund im Südburgenland
 

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Lienz: Gasmaske und Knochen gefunden
Bei Grabungsarbeiten sind in Lienz Knochenteile und Kriegsrelikte gefunden worden. Die Knochen, die Gasmaske und die Machete stammen von einem Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg, mutmaßen Archäologen.
Die Knochenteile wurden im Zuge der großräumigen Umbauarbeiten am Bahnhof Lienz gefunden. Neben den Knochenteilen, die jetzt forensisch untersucht werden, wurden in einer Tiefe von 1,1 Meter auch eine verottete Gasmaske und eine Machete gefunden.


privat
Neben den Knochen wurden eine Gasmaske und eine Machete gefunden

Machete und Gasmaske der K.u.K Armee
Harald Stadler vom Archäologischen Institut der Universität Innsbruck und der Lienzer Historiker Martin Kofler stellten anhand der Fotos Bild-Vergleiche an. Sie gehen davonaus, Historiker und Archäologen gehen davon aus, dass es sich um Knochen eines Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg handelt.

Die Machete wie auch die Gasmaske dürften einem Soldaten Ende des Ersten Weltkrieges gehört haben. Zu vermuten ist, dass der Mann beim Rückzug in Lienz verstorben ist. Näheres sollen aber Untersuchungen der Gerichtsmedizin ergeben.


ÖBB

Jetzt untersuchen Spezialisten während der Umbaumaßnahmen das Baugelände mit Sonden auf Blindgänger. Wie alt die am Montag gefunden Knochen und Kriegsrelikte sind, wird man in einigen Tagen wissen.

Bahnhof soll nach Umbau leichter erreichbar sein
Der Bahnhof soll barrierefrei werden, eine neue Brücke über die Drau soll den Bahnhof für alle Verkehrsteilnehmer leichter erreichbar machen - mehr dazu in Modernisierungsschub für Bahnhof Lienz.

Publiziert am 05.06.2019
Lienz: Gasmaske und Knochen gefunden
 

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Wien 10. - Evakuierungen wegen Fliegerbombe

Bei der Gudrunstraße nahe dem Hauptbahnhof ist am späten Nachmittag auf einer Baustelle eine Fliegerbombe entdeckt worden. Gebäude mussten evakuiert werden. Eisenbahn, Straßenbahn und Individualverkehr waren betroffen.
Laut Wiener Polizei wurde die Fliegerbombe auf einer Baustelle der ÖBB bei der Kreuzung Gudrunstraße - Eva-Zilcher-Gasse entdeckt. Beide Straßen wurden gesperrt. Der Entminungsdienst des Bundesheeres wurde alarmiert. Es hieß, die Bombe müsse entschärft werden.


POLIZEI WIEN


In Wien 10., Gurdrunstraße Krzg. Eva-Zilcher-Gasse wurde auf der dortigen Baustelle eine Fliegerbombe aufgefunden. Die Gudrunstraße sowie Eva-Zilcher-Gasse werden in diesem Bereich dzt. gesperrt. Es wird empfohlen, diesen Bereich großräumig zu umfahren. #verkehrsinformation ^vlz
Auch öffentlicher Verkehr betroffen
Die ÖBB sperrten den betroffenen Bereich des Bahnhofs für den Zugsverkehr. Betroffen waren die Züge Richtung Osten, also Richtung Flughafen und Budapest. „Fernverkehrszüge werden, so weit möglich, umgeleitet oder sie warten zum Teil auch die Dauer der Sperre ab“, sagte ÖBB-Sprecher Christoph Gasser-Mair. Betroffen war auch der Nahverkehr. Ungehindert verkehrte hingegen die Schnellbahn.Gesperrt war auch die Gudrunstraße zwischen der Geiselbergstraße und der Sonnwendgasse. Im Umkreis gab es Stau, etwa auf der Quellenstraße und der Arsenalstraße. Die Sperren wirkten sich auch auf die Wiener Linien aus. Sie mussten die Linie 6 zwischen dem Quellenplatz und der Grillgasse über die Strecke der Linien O, 18 und 71 umleiten.
Publiziert am 05.06.2019
Evakuierungen wegen Fliegerbombe
 

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Update zum Bombenfund in Wien 10.:

250-Kilo-Fliegerbombe beim Hauptbahnhof
Bei der Gudrunstraße nahe dem Hauptbahnhof ist am späten Nachmittag auf einer Baustelle eine Fliegerbombe entdeckt worden. Häuser wurden evakuiert. Der Zugsverkehr war beeinträchtigt. Die Bombe war gegen 20.30 Uhr entschärft.
Laut Wiener Polizei wurde die Fliegerbombe auf einer Baustelle bei der Kreuzung Gudrunstraße - Eva-Zilcher-Gasse entdeckt. Der Entminungsdienst des Bundesheeres wurde alarmiert. Es hieß, die Bombe müsse an Ort und Stelle entschärft werden. Kurz nach 20.30 Uhr kam die Meldung, die Fliegerbombe sei entschärft.


APA/Herbert P. Oczeret


APA/Herbert P. Oczeret


ORF


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Auch öffentlicher Verkehr betroffen
Gesperrt war die Gudrunstraße zwischen der Geiselbergstraße und der Sonnwendgasse. Im Umkreis gab es Stau, etwa auf der Quellenstraße und der Arsenalstraße. Die ÖBB sperrten den betroffenen Bereich des Bahnhofs für den Zugsverkehr. Betroffen waren die Züge Richtung Osten, also Richtung Flughafen und Budapest. „Fernverkehrszüge werden, so weit möglich, umgeleitet oder sie warten zum Teil auch die Dauer der Sperre ab“, sagte ÖBB-Sprecher Christoph Gasser-Mair. Betroffen war auch der Nahverkehr. Ungehindert verkehrte hingegen die Schnellbahn.

Die Sperren wirkten sich auch auf die Wiener Linien aus. Sie mussten die Linie 6 zwischen dem Quellenplatz und der Grillgasse über die Strecke der Linien O, 18 und 71 umleiten.

Publiziert am 05.06.2019
250-Kilo-Fliegerbombe beim Hauptbahnhof
 

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Graz - Brandbombe bei Grabungsarbeiten entdeckt
Nach dem Fund einer Brandbombe bei Grabungsarbeiten haben am Mittwoch in Graz mehrere Gebäude – darunter der Science Tower und ein Studentenwohnheim – evakuiert werden müssen.
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Die Bombe wurde kurz vor 14.45 Uhr auf einer Baustelle in der Waagner-Biro-Straße gefunden – daraufhin wurde im Umkreis von rund 200 Metern eine Sperrzone eingerichtet: Dabei riegelten Polizisten die Waagner-Biro-Straße im Bereich zwischen der Dreierschützengasse und der Peter-Tunner-Gasse ab; auch Personen aus der nahe gelegenen Helmut-List-Halle, dem Science Tower, einem Studentenwohnheim und einem Restaurant wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht.

Niemand verletzt
Anschließend entschärfte der Entminungsdienst das rund zwölf Kilogramm schwere britische Kriegsrelikt – kurz nach 18.30 Uhr wurden Sperren und Evakuierungen wieder aufgehoben. Verletzt wurde niemand. Da bei den Grabungsarbeiten ein Stromkabel beschädigt wurde, war die Versorgung des Science Tower kurzfristig unterbrochen.
red, ORF.at/Agenturen
Chronik: Brandbombe bei Grabungsarbeiten entdeckt
 
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