Registrierung (bis 29.10.)
Nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 wurde das Palais Rothschild in der Wiener Prinz-Eugen-Straße von den neuen Machthabern beschlagnahmt. Wenige Monate später richtete hier Adolf Eichmann die Zentralstelle für jüdische Auswanderung ein. Ihre Aufgabe war es zunächst, die erzwungene Auswanderung der jüdischen Bevölkerung zu beschleunigen. Ab 1941 bildete sie das organisatorische Zentrum für die Verschleppung Zehntausender Menschen aus Wien in Ghettos und Todeslager im Osten. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges spielten frühere Angehörige der Zentralstelle eine Schlüsselrolle bei Holocaust-Verbrechen in anderen Teilen Europas. Ausgehend von der Geschichte der Zentralstelle und den Lebensläufen der Täter:innen, werden im vorliegenden Band Aspekte dieser „Behörde neuen Typs“ aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und historische Verbindungslinien offengelegt – vom jüdischen Leben in Wien vor dem „Anschluss“ bis hin zur justiziellen (Nicht-) Verfolgung der Täter:innen.
Nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 wurde das Palais Rothschild in der Wiener Prinz-Eugen-Straße von den neuen Machthabern beschlagnahmt. Wenige Monate später richtete hier Adolf Eichmann die Zentralstelle für jüdische Auswanderung ein. Ihre Aufgabe war es zunächst, die erzwungene Auswanderung der jüdischen Bevölkerung zu beschleunigen. Ab 1941 bildete sie das organisatorische Zentrum für die Verschleppung Zehntausender Menschen aus Wien in Ghettos und Todeslager im Osten. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges spielten frühere Angehörige der Zentralstelle eine Schlüsselrolle bei Holocaust-Verbrechen in anderen Teilen Europas. Ausgehend von der Geschichte der Zentralstelle und den Lebensläufen der Täter:innen, werden im vorliegenden Band Aspekte dieser „Behörde neuen Typs“ aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und historische Verbindungslinien offengelegt – vom jüdischen Leben in Wien vor dem „Anschluss“ bis hin zur justiziellen (Nicht-) Verfolgung der Täter:innen.