„Octocopter“ - Drohnen

josef

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#62


Drohnen-App informiert über Fluggebiet

Ab sofort gibt es die App „Drone Space“ der Austro Control. Sie soll Drohnen-Piloten eine Orientierungshilfe bieten und darüber informieren, wo geflogen werden darf und welche gesetzlichen Bestimmungen zu berücksichtigen sind.
„Auch heuer rechnen wir wieder mit einer hohen Zahl an Drohnen als Geschenk unter den Weihnachtsbäumen", meinte Austro Control-Chef Heinz Sommerbauer. Deshalb wird an Eigenverantwortung und genaue Einhaltung der entsprechenden Bestimmungen“ appelliert. Mit der App werde „auf Knopfdruck klar: Darf ich hier fliegen oder nicht“, sagte Sommerbauer.

Haftpflichtversicherung bei großen Drohnen
Für Drohnenbesitzer gibt es vor einer ersten Inbetriebnahme zwei wichtige Punkte zu beachten. Sie müssen wissen, wo fliegen erlaubt ist und ob das jeweilige Gerät bewilligt werden muss. Seit 2014 müssen Drohnen über 250 Gramm von der Austro Control genehmigt werden, für sie muss eine eigene Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

Das Luftfahrtgesetz sieht unter anderem ein absolutes Drohnen-Verbot über und im Umfeld von Flughäfen vor, also dort, wo Maschinen landen oder starten. Weitere Beschränkungen richten sich nach Gewicht des Flugkörpers und Einsatzgebiet. Rund 4.500 Anträge gab es bisher bei der Austro Control, 3.800 wurden genehmigt.


ORF/Jan Navara
3.800 Drohnenanträge wurden bisher genehmigt

Kartenmaterial von Austro Control
Mit der neuen App haben Piloten die Möglichkeit, standortbezogene Informationen über die Luftraumstruktur abzurufen. Nach Angabe von Flughöhe und -radius wird angezeigt, ob man sich beispielsweise in der Kontrollzone eines Flughafens oder in einem Flugbeschränkungsgebiet befindet.

Dazu werden auch die entsprechenden Rechtsgrundlagen berücksichtigt - sprich es wird gezeigt, ob im gewünschten Fluggebiet der Betrieb grundsätzlich erlaubt oder generell verboten ist bzw. eine spezielle Bewilligung oder Freigabe erforderlich ist. Das Kartenmaterial ist immer top-aktuell, basierend auf den offiziellen Luftfahrtkarten von Austro Control.


Austro Control

Info über Drohnen im Umkreis
Darüber hinaus erhalten Benutzer eine generelle Information zur Bewilligungspflicht von Drohnen in Österreich. Bei freiwilliger Erstellung eines Accounts (E-Mail-Adresse/Passwort) werden weitere Funktionalitäten wie etwa Drohnen im näheren Umkreis oder ein Logbuch freigeschaltet.

Links:
Publiziert am 21.12.2017
http://wien.orf.at/news/stories/2885348/
 

josef

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#63
Genfer Polizei will Adler gegen unerwünschte Drohnen einsetzen


Die niederländische Polizei brach hingegen ihr Zuchtprogramm für Adler gegen Drohnen wegen des Ungehorsams der Vögel ab.

Bern/Genf – Die Genfer Polizei will künftig Adler gegen unerwünschte Drohnen im Luftraum einsetzen. Zwei der großen Greifvögel sollen noch in diesem Jahr zum Einsatz kommen, teilte ein Polizeisprecher am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda mit. Er bestätigte damit einen Artikel in der Westschweizer Zeitung "Le Matin Dimanche".

Weil die Adler wilde Tiere seien, sei der Erfolg des Unterfangens keineswegs garantiert. Vergleichbare Erfahrungen gibt es laut sda bereits im Ausland, vor allem in der französischen Armee. Die niederländische Polizei hingegen musste ihr Zuchtprogramm für Adler gegen Drohnen wegen des Ungehorsams der Vögel abbrechen. (APA, 25.2.2018)
https://derstandard.at/2000074978724/Genfer-Polizei-will-Adler-gegen-unerwuenschte-Drohnen-einsetzen



 

Varga

Mann aus den Bergen
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#64
Ich muss gestehen, dass ich eine Drohne auf dem Gewissen habe. Sie ist mir gestern beim Skifahren, von der Seite her in ca. 1 Meter Höhe, direkt vor die Füsse geflogen. Ich habe sie mit Absicht voll erwischt. Meine hinter mir fahrende Tochter hat angehalten und nachher erzählt, dass sie nur noch Schrottwert gehabt habe. Für mich war das eine erfreuliche Nachricht.

Gruss
Varga
 

josef

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#66


In der Flugschule: Was Drohnenpiloten wissen müssen

Wird das Wetter besser, lassen Hobbypiloten und Amateurfilmer wieder ihre Drohnen steigen. Gerade Anfänger unterschätzen oft die Handhabung. Auch für Drohnen gelten Vorschriften, wann und wo geflogen werden darf. Der ÖAMTC bietet deshalb seit Kurzem ein Drohnenflugtraining an.
Das Geschäft mit den Drohnen läuft gut. Vor allem kleine Geräte für Hobbypiloten erfreuen sich große Beliebtheit. Mit den eingebauten Kameras lassen sich atemberaubende Aufnahmen aus der Luft machen. Das eigene Haus von oben sehen, die Mountainbikestrecke aus der Vogelperspektive filmen und den Urlaubsort überfliegen - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Der Verwendung der Drohnen jedoch schon.

Drohnen zum Ausprobieren
„Der Kurs richtet sich sowohl an Anfänger als auch Personen, die schon Erfahrungen im privaten oder gewerblichen Umgang gesammelt haben“, so Thomas Fleer vom ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum im niederösterreichischen Teesdorf. Durchgeführt wird die eintägige Schulung in Zusammenarbeit mit der Firma Avis-Copter. „Wir geben einen Überblick über die Rechtslage in Österreich, die Flugtechnik, Meteorologie, Aerodynamik bis hin zu verschiedenen Modellen, die auf dem Markt sind“, so Harald Meyer, einer der Kursleiter.


Karin Fischer / help.ORF.at
Der Kamerablick einer Minidrohne auf dem Smartphone

Mehr als ein Dutzend Drohnen mitsamt Zubehör sind im Kursraum ausgestellt – von der nicht einmal handtellergroßen Minidrohne bis zu Geräten, die so groß und schwer sind wie ein Hubschraubermodell. Kursteilnehmer können so feststellen, welches Drohnenmodell für sie am besten geeignet ist. „Wer sich nicht für den sportlichen Bereich mit komplett manueller Steuerung interessiert, ist mit einem ‚Ready-to-fly‘-System besser beraten“, so Meyer.

Praktisches Flugtraining mit Experten
„Ready-to-fly“-Drohnen eignen sich vor allem für Anfänger. Sie haben Sensoren, die heikle Manöver automatisch durchführen und damit die Steuerung erleichtern. Einmal auf den Startknopf gedrückt, fliegt eine solche Drohne selbstständig auf einen Meter Höhe und schwebt dort, ohne dass der Pilot etwas tun muss. Ebenso verhält es sich beim Landen. Praktisch ist auch die „Return-to-home“-Funktion, die die Drohne bei niedriger Batterieladung oder bei Verbindungsverlust sicher wieder zurück zum Startpunkt steuert und automatisch landet.


Karin Fischer, help.ORF.at
Theorie und Praxis in der ÖAMTC-Drohnenflugschule

Gute Geräte für den Hobbybereich gebe es bereits ab 200 Euro, so Meyer. Wer Sensorik mit Gestensteuerung und eine Hochleistungskamera möchte, muss mit 600 Euro rechnen. Praktische Tipps ergänzen im ÖAMTC-Kurs die Theorie. Dazu zählen Informationen über Zubehör, die Erklärung der wichtigsten Flugbegriffe sowie ein Flugtraining, das je nach Wetterlage entweder im Freien oder in der Halle stattfindet. Dabei lernen die Kursteilnehmer, selbst Manöver auszuführen, und sie können dabei verschiedene Modelle ausprobieren.

Welche Drohnen eine Bewilligung brauchen
Vor allem Anfänger wissen nicht so genau, was mit einer Drohne erlaubt ist. Darf man über ein fremdes Grundstück fliegen? Darf man Fotos und Videos machen? Wo und wann darf man fliegen? Und für welche Geräte braucht es eine eigene Bewilligung? „Mit den österreichischen Regeln sind wir schnell beim sogenannten unbemannten Luftfahrzeug, dem uLFZ“, so Meyer. Das bedeutet, dass das Gerät gewisse technische Voraussetzungen erfüllen muss und es eine Bewilligung von der zuständigen Behörde Austro Control braucht.


Karin Fischer / help.ORF.at
Größenvergleich verschiedener Drohnenmodelle

Für Minidrohnen ist hingegen keine Bewilligung erforderlich. In dieser Spielzeugklasse darf bis maximal 30 Meter Höhe geflogen werden, wenn die Drohne nicht schwerer als 250 Gramm ist. Dabei sind auch Foto- und Filmaufnahmen erlaubt, da diese Klasse vom Luftfahrtgesetz ausgenommen ist. Voraussetzung für das Filmen ist aber immer, dass nicht gegen die Privatsphäre und den Datenschutz verstoßen wird. Bewilligungen für größere Drohnen mit einer Kamera - die unbemannten Luftfahrzeuge (uLFZ) - kosten rund 300 Euro pro Jahr. Eine weitere Lizenz kann auf zwei Jahre ausgestellt werden. Der Tipp des ÖAMTC: Wer beim Ansuchen bereits alle Piloten einträgt, muss nicht nochmals 300 Euro zahlen, wenn später auch jemand anderer damit fliegen will.

Hohe Nebenkosten für Hobbypiloten
Seit 2014 wurden in Österreich 4.600 Drohnen bewilligt. Verkauft wurden jedoch weitaus mehr Drohnen. Entsprechend hoch ist vermutlich die Anzahl der Hobbyflieger, die ohne Erlaubnis unterwegs sind. Die Nebenkosten von rund 300 Euro pro Jahr für eine Bewilligung sorgen immer wieder für Kritik. „Wir machen die Tarife nicht“, so Markus Pohanka, Sprecher der Austro Control gegenüber help.ORF.at. Diese Tarife seien per Gesetz festgelegt. Die Bewilligung für Drohnen im Mittel- bis Profibereich solle sicherstellen, dass Piloten und Geräte die Voraussetzungen für den Betrieb erfüllen. Die Sicherheit habe oberste Priorität in der Luftfahrt, so Pohanka.


Paul Urban Blaha/help.ORF.at
Der Blick in fremde Fenster kann teuer kommen

Das Mindestalter für das Fliegen bewilligungspflichtiger Drohnen beträgt 16 Jahre. Weiters ist eine Haftpflichtversicherung vorgeschrieben. Der ÖAMTC empfiehlt auch für Minidrohnen den Abschluss einer Haftpflichtversicherung, da Haushaltsversicherungen etwaige Schäden meist nicht decken würden. Das eintägige Flugtraining kostet 280 Euro. Eine Mitgliedschaft beim ÖAMTC ist für die Teilnahme nicht erforderlich.

Karin Fischer, help.ORF.at

Links:
Mehr zum Thema:
Publiziert am 31.03.2018
http://help.orf.at/stories/2903815/
 

josef

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#67
Mal etwas Sinnvolles:


Test: Eisenbahnbrückenkontrolle per Drohne
Ein Pilotversuch für die Kontrolle von Eisenbahnbrücken mit Hilfe einer Drohne läuft zurzeit im Pongau. Dank der Technik eines Vermessungsbüros kann aus Fotos ein 3-D-Modell der Bauwerke errechnet werden, um Schäden zu finden.
Zwischen Lend (Pinzgau) und Dorfgastein (Pongau) läuft zurzeit das Pilotprojekt für 9.000 Bahnbrücken österreichweit bzw. beinahe 800 in Salzburg: Die Klammschlucht-Brücke hoch über der Gasteiner Ache wird von der Luft aus vermessen. Die 113 Jahre alte Steinbrücke ist Teil einer der wichtigsten europäischen Nord-Süd-Haupteisenbahnrouten.

Eine Drohne mit eigens entwickelter Spezialsensorik befliegt und vermisst die Brücke - unter schwierigsten Bedingungen in der 100 Meter tiefen Schlucht: „Das Hauptproblem ist, dass wir in dieser Schlucht herinnen kein GPS-Signal haben“, sagte Drohnenpilot Karl Strauch. „Man hat da auch Riesenprobleme mit Wind, mit Verwirbelungen, mit Magnetfeldern. Unsere Sensoren funktionieren aber sehr gut, und es ist perfekt.“


ORF
Erstmals vermisst eine Drohne eine Eisenbahnbrücke in Salzburg

Hochauflösendes 3-D-Modell zeigt Veränderungen
Die hochauflösende Drohnenkamera mit der speziellen Sensorik macht bis zu 100.000 Aufnahmen. Veränderungen von nur wenigen Millimetern werden damit gemessen, sagte Vermessungsfirmenchef Stefan Linsinger: „Drohnen gibt es Tausende, Kameras gibt es Millionen. Was wir entwickelt haben, ist die Funktion dazwischen. Wir haben Verfahren entwickelt, wo wir einzelne Aufnahmen machen - in dem Fall Tausende - und zueinander rechnen. Das Ergebnis ist nicht ein Foto, nicht ein Film, sondern ein 3-D-Modell.“

Das Modell könne Schäden besser sichtbar machen, ergänzte Linsinger: „Eine Brücke bewegt sich im Sommer und Winter. Wir können jetzt erkennen: Wo ist ein Riss, der aufgegangen ist? Wo ist ein Stein, der herausfällt? Das ist das Besondere. Das Ergebnis ist ein Deformationsplan, wo man wirklich die Schäden mit freiem Auge erkennen kann.“

Ziel der ÖBB: „Vorprüfungen schneller und einfacher“
Alle Eisenbahnbrücken könnten künftig mit den Drohnen der Pongauer Firma inspiziert werden, wenn das Pilotprojekt funktioniert: „Momentan ist es so, dass dieses Projekt dafür gedacht ist, dass zusätzliche Vorprüfungen mit den Drohnen gemacht werden“, sagte ÖBB-Sprecher Robert Mosser. „Teilweise müssen sich Brückenmeister abseilen, die dann von unten diese Brücke inspizieren. Mit dieser Vermessungstechnologie wäre es künftig vielleicht möglich, diese Vorprüfungen etwas einfacher und schneller durchzuführen.“

Die ÖBB entscheiden nächstes Jahr, ob sie die Pongauer Firma mit der Brückenkontrolle beauftragen werden. Die Vermessungstechnikmitarbeiter machen aber jetzt schon 3-D-Modelle von Bauwerken in Europa - zum Beispiel vom Zwinger in Dresden. Erst vergangene Woche wurde das Unternehmen aus St. Johann im Pongau mit 30 Mitarbeitern mit dem Innovationspreis Wikarus ausgezeichnet.

Link:

ORF
Die Klammschluchtbrücke über eine 100 Meter tiefe Schlucht ist das Objekt für den Pilotversuch


ORF
Die Drohne umkreist die komplette Brücke


ORF
Zwei Piloten steuern die Drohne und die Kamera


ORF
Von der Drohne aus lässt sich die Brücke von unten inspizieren ohne dass jemand abgeseilt werden muss


ORF
Aus den Fotos der Drohnenkamera wird ein 3D-Modell der Brücke errechnet

Publiziert am 17.04.2018
http://salzburg.orf.at/news/stories/2907483/
 

josef

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#68
Immer mehr Drohnen-Zwischenfälle
Am Samstagnachmittag ist ein Polizeihubschrauber nur haarscharf einer Kollision mit einer Drohne entgangen. Immer häufiger kommt es zu gefährlichen Situationen, berichtet ein Hubschrauberpilot der Wiener Polizei.
Seit 2014 sind in Österreich Drohnen, die mehr als 250 Gramm wiegen, bewilligungspflichtig. Bis Mitte 2017 gab es rund 3.000 Anträge, 2.400 wurden genehmigt. Wie eine Umfrage ergab, wissen aber viele Österreicher nicht über die rechtlichen Vorschriften Bescheid, während die Zahl der Drohnen steigt. 2016 wurden österreichweit rund 40.000 unbemannte Luftfahrzeuge, also Drohnen, verkauft.


ORF
Am Samstag kam es beinahe zu einem gefährlichen Zusammenstoß

Unklar bleibt, wie viele davon bewilligungspflichtig sind, die Mehrheit waren jedenfalls Spielzeugdrohnen. Mit der steigenden Anzahl an Drohnen haben die Piloten zu kämpfen, sagt Polizeipilot Christian Steiner, der Samstagnachmittag fast mit einer Drohne kollidiert wäre: „Fakt ist, eine Drohne hat dementsprechende Abmessungen und auch Gewichter und bei einer Fluggeschwindigkeit von 100 km/h hat das schon eine ordentliche Durchschlagskraft. Es erzeugt ungefähr die doppelte Durchschlagskraft wie eine Neun-Millimeter-Kugel“ - mehr dazu in Polizeihubschrauber kollidierte fast mit Drohne.

Drohnen unterliegen Luftfahrtgesetz
Nicht nur deshalb gibt es strenge Auflagen, die von Drohnenbesitzer zu erfüllen sind. Drohnen unter 250 Gramm gelten als Spielzeug, sie dürfen maximal 30 Meter hoch fliegen und sind auch von einer privaten Haftpflichtversicherung umfasst. Für alle anderen muss eine eigene Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden - ohne diese wird die Drohne auch nicht von der Austro Control bewilligt. 300 Euro kostet diese Genehmigung.

Derlei Drohnen unterliegen dem Luftfahrtgesetz, die maximal erlaubte Flughöhe beträgt 150 Meter bei ständigem Sichtkontakt. Eigens gekennzeichnet werden Drohnen über 250 Gramm nicht, Käufer müssen sich selbst über die rechtliche Lage erkundigen. Wie viele Drohnen illegal benutzt werden, also nicht die erforderliche Genehmigung haben, ist unklar.

Dicht bebaute Gebiete sind Sperrzonen
Die strengen Regelungen gelten in Österreich seit einer Novelle zum Luftfahrtgesetz Anfang 2014. Unterschieden werden Einsatzgebiete (unbebaut, unbesiedelt, besiedelt und dicht besiedelt) und Gewichtsklasse (bis fünf Kilogramm, fünf bis 25 Kilo und 25 bis einschließlich 150 Kilo). Daraus ergeben sich unterschiedliche Kategorien und in weiterer Folge die Strenge der Auflagen.

Orte in Flughafennähe, Militäreinrichtungen und dicht bebaute Gebiete zählen für Drohnen zu den absoluten Sperrzonen. Auch bei Privatgründen gelten Einschränkungen: Diese dürfen nur mit Genehmigung des Eigentümers beflogen werden.

Links:
Publiziert am 30.04.2018
http://wien.orf.at/news/stories/2909989/
 

josef

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#69
Entwurf fertig: Lastendrohnen ab 2019?
Schon ab nächstem Jahr könnten Drohnen auch für den Lastentransport verwendet werden. Denn ein Verordnungsentwurf der EU-Flugsicherungsbehörde ist fertig, der die zivile Drohnennutzung einheitlich regelt.
Die EU-weit einheitlichen Vorschriften für zivile Drohnen gelten als Startschuss für die Verwendung von Drohnen zum Lastentransport - zum Beispiel könnten Hütten hoch oben im Gebirge beliefert werden oder Güter könnten mit Drohnen zugestellt werden.

Bisher hatte jedes EU-Land eigene Vorschriften für den Gebrauch von privaten, unbemannten Flugobjekten. Jetzt ist der Verordnungsentwurf der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) fertig. Eine Bestätigung durch das EU-Parlament steht allerdings noch aus.

Lastentransport „ein großer Markt“

Nach Einschätzung des Drohenbeauftragten des ÖAMTC, Benjamin Hetzendorfer, steht dann der Nutzung von Drohnen zum Lastentransport nichts mehr im Weg: „Dann werden die rechtlichen Rahmenbedingungen auch für solche Sachen geschaffen - weil natürlich auch die EU erkannt hat, dass das ein großer Markt ist. Sie schätzt, dass bis 2030 bis zu zehn Milliarden Euro Umsatz im Drohnensektor ermöglicht werden und bis zu 100.000 Menschen darin beschäftigt sein werden.“


ORF
Bisher ist Lastentransport per Drohne nur ein Experiment

Die Registrierungs- und Versicherungspflicht für Drohnenpiloten soll dann ebenfalls verschäft werden. Derzeit sind geschätzte 100.000 Drohnen in Österreich im Privatbesitz. Allerdings sind nur 5.000 davon offiziell registriert.

Link:
Publiziert am 24.06.2018
Entwurf fertig: Lastendrohnen ab 2019?
 

josef

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#70


Drohne flog 200 Meter neben Flugzeug
Wie nun bekanntgeworden ist, ist mit einer Drohne im Bezirk Bruck an der Leitha am Freitag laut Polizei vorsätzlich die Flugsicherheit gefährdet worden. Sie flog in einer Höhe von 1.500 Metern nur 200 Meter neben einem Airbus im Landeanflug.
Der Airbus der Austrian Airlines befand sich gerade im Landeanflug auf den Flughafen Schwechat. Die Maschine flog über die Gemeinden Bruckneudorf, Bruck an der Leitha, Göttlesbrunn, Arbesthal, Kleinneusiedl und Fischamend entlang der Ostautobahn (A4).

Im unmittelbaren Nahbereich des Flugzeugs, nur etwa 200 Meter entfernt, wurde eine Drohne von den Piloten gesichtet. Sie meldeten die Sichtung des Luftfahrzeugs der Austro-Control. Diese erstattete sofort Anzeige. Mehrere Polizeistreifen suchten nach dem Drohnenpiloten - allerdings bisher erfolglos.

Flugzeug konnte ohne Probleme landen
Das AUA-Flugzeug konnte trotz Drohne ohne Probleme gelandet werden. Der Airbus wurde nicht beschädigt, und es wurde niemand verletzt. Die Polizei bittet nun um Hinweise zum Drohnenpiloten an die Stadtleitstelle der Polizei Schwechat. Auf Wunsch können die Informationen auch vertraulich abgegeben werden.

Publiziert am13.08.2018
Drohne flog 200 Meter neben Flugzeug
 

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#71


Gefängnisse sagen Drohnen den Kampf an
Immer wieder sorgen Drohnen im In- und Ausland für Unfallgefahr und dienen als Werkzeug für Kriminelle. Fünf Haftanstalten, darunter Krems-Stein und Hirtenberg (Bezirk Baden), testen jetzt eine Drohnenabwehr.
Mit der Drohnenabwehr soll laut dem Justizministerium der Schmuggel von Drogen oder Handys über Gefängnismauern hinweg verhindert werden. Das Abwehrsystem besteht aus einer Art Kanone, die auf anfliegende Drohnen ein Netz abschießt. Darin soll sich die Drohne verfangen und abstürzen. Der Probebetrieb findet nach Angaben des Justizministeriums bis Ende März 2019 statt, und zwar in den Justizanstalten Krems-Stein, Hirtenberg, Graz-Karlau, Garsten und Suben (beide Oberösterreich).

Schmugglerdrohnen: Gefängnisse sind alarmiert
In der vergangenen Woche wurden die Haftanstalten mit jeweils zwei Drohnenabwehreinheiten ausgestattet. Die Möglichkeit, Häftlingen auf dem Luftweg Drogen, Waffen oder Handys zukommen zu lassen, wird als realistische Gefahr eingeschätzt. In Österreich wurde bisher ein Fall bekannt, bei dem versucht wurde, per Drohne ein Mobiltelefon in eine Strafanstalt zu schmuggeln. Über die Kosten für das Abwehrsystem gab das Ministerium keine Auskunft.

Nach dem Probebetrieb soll eine Evaluierung folgen. Zur Anwendung kommt das System Dropster des schweizerischen Herstellers Droptec. Es wurde laut dem Unternehmen bereits von verschiedenen Polizeieinheiten in der Schweiz und im benachbarten Ausland zum Einsatz gebracht, etwa beim Personenschutz und bei Konferenzen.

Publiziert am13.08.2018
Gefängnisse sagen Drohnen den Kampf an
 

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#72
Gartenbesitzer schießt Drohne ab: Gericht erlaubt "Selbsthilfe"


foto: afp
Folgt man der Argumentation des Urteils, so dürfte der Abschuss von Drohnen über dem eigenen Grundstück in Deutschland wohl oft mit "Selbsthilfe" rechtfertigbar sein.

Teures Fluggerät wurde mit Luftgewehr zerstört, deutscher Richter hält Vorgehen für verhältnismäßig
In Sachsen schwelt seit vergangenem Jahr ein Nachbarschaftsstreit der besonderen Art. Allerdings geht es nicht um einen Maschendrahtzaun, sondern um eine teure Flugdrohne. Ein Mann hatte eine solche über seinem Garten mit einem Luftgewehr "erlegt" und sich damit eine Anzeige des Betreibers, dem Nachbarn, eingehandelt. Dieser forderte 1.500 Euro Schadenersatz. Nun liegt ein erstes Urteil des Amtsgerichts Riesa vor, berichtet der MDR. Es hat den Schützen freigesprochen und gesteht ihm "Selbsthilfe" zu.

Abschuss wegen Kamera erlaubt
Konkret betrachtet man den Paragrafen § 229 im deutschen Bürgerlichen Gesetzbuch hier als wirksam. "Wer zum Zwecke der Selbsthilfe eine Sache wegnimmt, zerstört oder beschädigt (…) handelt nicht widerrechtlich, wenn obrigkeitliche Hilfe nicht rechtzeitig zu erlangen ist und ohne sofortiges Eingreifen die Gefahr besteht, dass die Verwirklichung des Anspruchs vereitelt oder wesentlich erschwert werde", lautet dieser.

Anders ausgedrückt: Weil die Drohne bis zum Eintreffen der Polizei wohl längst wieder wo anders gewesen, der Pilot kaum auszuforschen gewesen wäre, wird die Verwendung des Luftgewehrs als angemessen betrachtet. Denn die Drohne war technisch in der Lage, Fotos zu machen und um der Bilder habhaft zu werden, war der Abschuss ein geeignetes Mittel.

"Selbsthilfe" wohl oft möglich
Als Freibrief für den Abschuss von Drohnen über dem eigenen Grundstück ist das allerdings nicht zu verstehen, heißt es weiter. Folgt man der Urteilsbegründung, so dürfte diese Form der "Selbsthilfe" jedoch sehr häufig möglich sein, argumentiert Golem. Denn viele bessere Drohnen bringen mittlerweile eine Kamera mit. Ob der Drohnenstreit mit dem Urteil abgeschlossen ist oder der Fall in die nächste Instanz gehen wird, ist nicht bekannt.
(red, 01.05.2019)
Gartenbesitzer schießt Drohne ab: Gericht erlaubt "Selbsthilfe" - derStandard.at
 

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#73
Flughafen Wien-Schwechat: Spezialeinheit schützt vor Drohnen
Auf internationalen Flughäfen haben zuletzt Drohnen für Verkehrseinschränkungen gesorgt. In London werden deshalb spezielle Abwehrsysteme errichtet. Am Flughafen Wien-Schwechat setzt man auf die Spezialeinheit Cobra.
Die Londoner Flughäfen Gatwick und Heathrow reagierten nach Drohnensichtungen und investierten in Abwehrsysteme. Ähnliche Überlegungen gibt es auch am Flughafen Wien-Schwechat (Bezirk Bruck an der Leitha). „Aus unserer Sicht sind aber aktuell keine Technologien am Markt, die tatsächlich ausreichende Ergebnisse liefern würden“, so Flughafen-Sprecher Peter Kleemann auf Anfrage der Austria Presse Agentur.


ORF
Drohnen werden oft verwendet, um Fotos oder Videos aus der Luft anzufertigen

In London setzt man darauf, die Kommunikation zwischen der Drohne, also dem unbemannten Luftfahrzeug, und der Steuereinheit zu entdecken und zu blockieren. Die bestehenden technischen Möglichkeiten sind für den Flughafen aber „noch nicht absolut zuverlässig“ (Kleemann).

Im Falle einer gefährlichen Drohnensichtung in Flughafennähe ist laut Innenministerium die Sondereinheit Cobra zuständig. Sie verfüge über die „technischen Möglichkeiten, um entsprechend einschreiten zu können“, Details wurden „aus geheimhaltungswürdigen Interessen“ in einer schriftlichen Stellungnahme nicht genannt.

Absolutes Drohnen-Flugverbot in Flughafennähe
In der Nähe von Flughäfen herrscht in Österreich absolutes Flugverbot für Drohnen. Eine Ausnahme gibt es für genehmigte Drohnen, die nach Rücksprache mit dem Kontrollturm in einem sicheren und niedrigen Bereich gesteuert werden, erklärte Austro Control-Pressesprecher Markus Pohanka.


ORF.at/Christian Öser
In der Nähe von Flughäfen herrscht absolutes Drohnen-Flugverbot

Fälle, in denen eine Drohne einem Flugzeug zu nahe gekommen ist, habe es in Österreich bisher noch nicht gegeben, hielt Pohanka fest. „Einzelne Sichtungen durch Linienpiloten“ habe es allerdings gegeben. Diese liegen dem Sprecher zufolge jährlich im einstelligen Bereich. In so einem Fall setze sich die Austro Control mit der Polizei in Verbindung, die im Anschluss versuche, den Drohnenpiloten ausfindig zu machen.

Seit 2014 müssen Drohnen mit einem Gewicht von mehr als 250 Gramm von der Austro Control genehmigt werden, für sie muss zudem eine eigene Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Etwa 8.500 Anträge sind seitdem eingelangt, rund 7.800 davon wurden genehmigt, rechnete Pohanka vor. Im Jahr 2018 gab es 2.900 Bewilligungen, heuer bisher rund 1.000.

Abwehrvorkehrungen traf bereits der Gesetzgeber: Ein Drohnenflug ohne Genehmigung bedeutet eine Verwaltungsübertretung und kann mit einer Geldstrafe von bis zu 22.000 Euro geahndet werden. Kommt eine Drohne einem Flugzeug zu nahe, kann zudem eine vorsätzliche Gefährdung der Sicherheit der Luftfahrt vorliegen. In diesem Fall droht eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren.

Links:
Publiziert am 05.05.2019
Flughafen: Spezialeinheit schützt vor Drohnen
 
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